Faye Dunaway

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanische Schauspielerin, Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin; * 14. Januar 1941 in Bascom, Florida

    eigentlich: Dorothy Faye Dunaway;

    Die Tochter eines Army-Offiziers besuchte die Universität von Florida, die Florida State Universität und die Universität von Boston. Einen Abschluss machte sie jedoch nur im Fach Theaterwissenschaften an der Universität von Florida. 1962 trat sie dem "American National Theater and Academy" bei. Ihre erste Broadway-Rolle hatte Dunaway im selben Jahr als Tochter von Thomas Moore in "A Man For All Seasons". Auf der Leinwand erschien sie zum ersten Mal 1967 in "Die Meute" ("The Happening"). Noch im selben Jahr erhielt sie die weibliche Hauptrolle in dem legendären Gangsterfilm "Bonnie und Clyde" ("Bonnie and Clyde", 1967) an der Seite von Warren Beatty, für die sie für den Oscar nominiert wurde. 1968 spielte sie mit Steve McQueen in "Thomas Crown ist nicht zu fassen" ("The Thomas Crown Affair", 1968).

    Erst in den 1970er Jahren kam der ganz große Durchbruch: Sie wirkte in mehreren erfolgreichen Filmproduktionen mit, unter anderem "Little Big Man" (1970), "Chinatown" (1974), "Die drei Tage des Condor" ("Three Days Of The Condor", 1975), "Die Augen der Laura Mars" ("Eyes Of Laura Mars", 1978) und als TV-Produzentin Diana Christensen in "Network" (1976). Für letztere Rolle wurde sie mit dem Oscar in der Kategorie beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

    In den 1980er Jahren sank Dunaways Stern langsam: Im Nachhinein gab sie der Verfilmung des Buches "Meine liebe Rabenmutter" ("Mommie Dearest", 1981) die Schuld an ihrem Misserfolg. Durch ihre Rolle als egozentrische Joan Crawford verlor sie einige Sympathien, was sie scherzhaft kommentierte: "I was too good at Crawford." ("Ich war zu gut in der Rolle der Crawford.") Zudem begann zu dem Zeitpunkt Meryl Streeps Erfolg als Drama-Darstellerin.

    Eine Alkoholikerin mimte Dunaway in "Barfly" (1987) an der Seite von Mickey Rourke, und in "Don Juan DeMarco" (1995) spielte sie zusammen mit Johnny Depp und Marlon Brando. In der Mystery-Serie "Columbo" verkörperte sie 1994 für eine Episode eine Mörderin und wurde dafür mit dem Emmy ausgezeichnet. 1996 tourte sie mit dem One-Woman-Stück "Master Class" durch Amerika und erhielt für ihre Darstellung der Maria Callas Lob von allen Seiten. Seit 1996 nennt die Schauspielerin einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ihr eigen.

    Im Jahr 2006 übernahm sie eine Rolle in der Krimi-Serie "CSI: Crime Scene Investigation", und im Jahr darauf erschien der DVD-Film "Rain" auf Grundlage eines Romans von V. C. Andrews, in dem Dunaway die Hauptrolle spielt.

    Dunaway hat zwei Ehen hinter sich: Mit Peter Wolf, dem Leadsänger der Rockgruppe "J. Geils Band" war sie von 1974 bis 1979 verheiratet. Von 1984 bis 1987 hielt die Ehe mit dem britischen Fotografen Terry O'Neill, mit dem sie einen Sohn hat.


    Filmografie - Darsteller


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1976 Beste Hauptdarstellerin Network
    nom 1967 Beste Hauptdarstellerin Bonnie und Clyde
    nom 1974 Beste Hauptdarstellerin Chinatown