Fateless - Roman eines Schicksallosen

    Aus Film-Lexikon.de

    11486 poster.jpg

    Budapest 1944. Die jüdische Bevölkerung hofft auf ein baldiges Ende von Verfolgung und Krieg. Der 14-jährige György Köves erlebt den Abschied seines Vaters ins "Arbeitslager", die Brandmarkung seiner Person und seiner Freunde durch den Judenstern und die quälende Frage nach dem Warum. Er erlebt die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Zeitz.

    György beobachtet und erlebt Leid, Demütigung, Solidarität, Angst und Gleichgültigkeit und "... dort bei den Schornsteinen gab es in den Pausen zwischen den Qualen etwas, das dem Glück ähnlich war." Der Junge überlebt. Die Lager werden befreit, der Krieg geht zu Ende. György kehrt zurück nach Budapest.

    Versteht man ihn? Vertraute Türen werden von Fremden geöffnet und schnell geschlossen. Kann er erzählen? Hört man ihm zu? Er kommt als Überlebender und als Fremder in seine Heimatstadt Budapest zurück.



    Filmstab

    Regie Lajos Koltai
    Drehbuch Imre Kertész
    Vorlage Imre Kertész
    Kamera Gyula Pados
    Schnitt Hajnal Sellö
    Musik Ennio Morricone
    Produktion Andras Hamori, Péter Barbalics

    Darsteller

    Vater János Bán
    György Köves Marcell Nagy
    Herr Sütö György Gaszó
    Stiefmutter Judit Schell
    Annamaria Sára Herrer
    Herr Fleischmann György Barkó
    Herr Steiner Adám Rajhona
    Polizist József Szarvas
    Kapo Attila Domány
    Rauchender Junge Béla Dóra
    Moskovich Dániel Szabó

    Kritiken

    Reinhard Kleber (Rhein-Zeitung 2. Juni 2005): Leider schwelgt die Filmmusik von Ennio Morricone (Spiel mir das Lied vom Tod) allzu of in dick aufgetragenen Pathos-Tönen. dass der Antisemitismus gerade auch in Ungarn nach Kriegsende noch immer sein Unwesen treibt, verdeutlicht die eindrucksvolle Schlussszene: Da konfrontiert ein älterer Landsmann den glücklich heimgekehrten Jungen in Budapest mit der Frage, ob es denn in Auschwitz wirklich Verbrennungsöfen gegeben habe.

    film-dienst 11/2005: Beflissene, aber biedere Bebilderung einer jüdischen Passionsgeschichte, die sich mit bloßer Staffage begnügt und keine Bilder findet, die das Grauen begreiflich machen könnten. Ein gerade wegen des Themas enttäuschender Film, der ästhetische Zeichen der Pietät setzt und Interesse an der Vorlage weckt.


    Wertungen

    2 Sterne
    2 Bewertungen
    Original Sorstalansag
    Jahr/Land 2004 / Ungarn
    Genre Drama
    Film-Verleih NFP/UIP
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 127 Minuten
    Kinostart 02. Juni 2005