Falling Into Paradise

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    Belgrad, Frühjahr 1999 ... Serbien ist vom Rest der Welt abgeschnitten, der Himmel über der Hauptstadt schwarz von den Flugzeugen der Alliierten. Unten auf ihrer Dachterrasse träumt Dusha davon, dass einer der AWACS- Piloten landet und sie mitnimmt nach Amerika, dem Land ihrer Träume. Vorerst kommen von oben aber nur Bomben. Bis Dushas durchgeknallter Bruder Lubi eines Nachts die auf dem Schwarzmarkt getrödelte Rakete in die Wolken schießt ... und kaum fünf Minuten später ein waschechter Ami am Fallschirm in die Arme der erwartungsvollen Blondine schwebt.

    Dusha sieht sich am Ziel ihrer Sehnsucht. Lubi hat jedoch anderes mit dem „Kriegsverbrecher“ im Sinn, als ihn mit seiner Schwester zu verheiraten. Und auch der Flieger fühlt sich nicht auf Freiersfüßen sondern erstmal durch Gewalt in seiner Freiheit eingeschränkt. Aber Dusha lässt sich nicht irre machen. Auch wenn ihr Bruder, wenn die blutrünstige Miliz, wenn alle Welt hinter ihr und ihrem „Bobby“ her ist - sie weiß, sie werden es schaffen: „You and me, just like Bonnie and Clyde!”



    Filmstab

    Regie Milos Radovic
    Drehbuch Milos Radovic
    Kamera Piotr Kukla, Milorad Glusica
    Schnitt Petar Putnikovic, Agnès Schwab
    Produktion Michael Eckelt, Antoine de Clermont-Tonnerre

    Darsteller

    Ljubisa “Lubi“ Lazar Ristovski
    Durica “Dusha” Branka Katic
    Johnatan Schumacher “Bobby” Simon Lyndon
    Daca, die kleine Tochter Jovana Milovanovic
    Großmutter Olivera Markovic
    Nachbar Nikola Pejakovic

    Kritiken

    Dirk Jasper: Falling Into Paradise von Milos Radovic ist eine Turbulenz-Komödie, die den Kusturica-Geist atmet und von ihren skurrilen Charakteren lebt. Ein unterhaltsamer Balkan-Slapstick mit realsatirischem Tiefgang von dem Regisseur des erfolgreichsten Kurzfilms aller Zeiten: My Country.

    film-dienst 22/2005: Mit stark überzeichneten Figuren und grob vernähten Handlungsteilen gelingt es dem Film, ein ernstes Thema zu popularisieren. Seine künstlerischen Mittel sind bescheiden, der mitunter rudimentären Logik wird mit einem Mehr an Turbulenz begegnet. Angesichts aktueller restaurativer Tendenzen in Serbien erweist sich die Komödie aber als durchaus mutiger Film, der erfrischend selbstironisch mit nationalen Klischees umgeht.


    Wertungen

    2.5 Sterne
    8 Bewertungen
    Original Pad u raj
    Jahr/Land 2004 / Deutschland, Serbien, Niederlande, Frankreich
    Genre Komödie
    Film-Verleih Arsenal Filmverleih GmbH
    Laufzeit 93 Minuten
    Kinostart 10. November 2005