F. Murray Abraham

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanischer Schauspieler; * 24. Oktober 1939 in Pittsburgh, Pennsylvania

    eigentlich: Fahrid Murray Abraham;

    Der Sohn einer Italienerin und eines Aramäers wuchs in El Paso auf. Er studierte an der University of Texas in El Paso und begann anschließend, Schauspielunterricht zu nehmen und am Theater aufzutreten. Außerdem erhielt er erste Rollen in Fernsehfilmen und Werbespots. Seine erste größere Rolle hatte er 1976 in "Die Unbestechlichen" ("All the President's Men"; mit Dustin Hoffman und Robert Redford).

    Den internationalen Durchbruch schaffte Abraham 1984 mit seinem Auftritt als Antonio Salieri in Milos Formans "Amadeus". Er gewann den Oscar als Bester Hauptdarsteller und setzte sich damit gegen Tom Hulce, der den Mozart spielte und ebenfalls nominiert war, durch.

    An diesen Erfolg konnte er allerdings nicht mehr anknüpfen: Es folgten kleinere Schurkenrollen, z. B. als Drogengangster in Brian De Palmas "Scarface", als Inquisitor in "Der Name der Rose" ("Le nom de la rose" / "Il nome della rosa", 1986; nach einem Roman von Umberto Eco) oder als Staatsanwalt in "Fegefeuer der Eitelkeiten" ("The Bonfire of the Vanities", 1990). Außerdem stand er für Komödien wie "Loaded Weapon" (1993) oder "Last Action Hero" (1993; mit Arnold Schwarzenegger) vor der Kamera. In Woody Allens "Geliebte Aphrodite" ("Mighty Aphrodite", 1995) spielte er einen Chorleiter.

    Der Schauspieler steht neben seiner Filmkarriere immer auch auf der Theaterbühne: In Mike Nichols Produktion von Samuel Becketts "Warten auf Godot" ("Waiting for Godot", 1988) spielte er zusammen mit Robin Williams und Steve Martin.


    Filmografie - Darsteller


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1984 Bester Hauptdarsteller Amadeus