Ewige Schönheit – Film und Todessehnsucht im Dritten Reich

    Aus Film-Lexikon.de

    11388 poster.jpg

    Die Bilder von kraftstrotzenden Helden und anmutigen Frauen, von Größe, Reinheit und Volksgemeinschaft, von Landeroberung, Arbeit und Brot waren nicht nur visueller Ausdruck nationalsozialistischer Ideologie, sie bildeten den Kern der nationalsozialistischen Weltanschauung.

    Mit ihrer einfachen Trennung von Gut und Böse, von Über- und Untermensch setzten sie der Unübersichtlichkeit der Moderne eine einfach begreifbare, eine emotionale Ordnung entgegen, in der jeder Deutsche seinen Platz zu haben schien.

    Zentrales Moment der nationalsozialistischen Ästhetik war jedoch das Mortale: arische Helden waren tote Helden, ihre Größe lag nicht in ihrem Sieg, sondern in ihrem Opfer.



    Filmstab

    Regie Marcel Schwierin
    Drehbuch Marcel Schwierin
    Schnitt Christoph Girardet
    Produktion Marcel Schwierin

    Darsteller

    Sprecher Axel Wostry

    Kritiken

    Dirk Jasper: Ewige Schönheit – Film und Todessehnsucht im Dritten Reich ist ein Dokumentarfilm über die Ästhetik des nationalsozialistischen Films. Anhand von Filmausschnitten aus den Jahren 1919 bis 1945 untersucht Regisseur Marcel Schwerin die Bildsprache und Bildkonstruktionen des nationalsozialistischen Films. Ewige Schönheit ist die erste systematische Untersuchung der Filmästhetik des Dritten Reichs, die in einer raffinierten Montagetechnik eine Fülle von Filmausschnitten zeigt, die man noch nie gesehen hat.

    film-dienst 08/2005: Ein aufschlussreicher Kompilationsfilm, der das NS-Regime als antimodernistisches Gesamtkunstwerk interpretiert, durch seine Detailfülle allerdings mehr als Materiallager denn als ausgereifte Theorie funktioniert.


    Wertungen

    0 Sterne
    0 Bewertungen
    Original -
    Jahr/Land 2003 / Deutschland
    Genre Dokumentarfilm
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 91 Minuten
    Kinostart 14. April 2005