Ernst sein ist alles

    Aus Film-Lexikon.de

    10945 poster.jpg

    Um die zwei befreundeten Gentleman-Schlawiner Jack Worthing und Algy Moncrieff kreist die Geschichte der beiden, die viel zu sehr mit dem Charmieren und dem Erfinden von Ausreden beschäftigt sind, um allzeit ihrer Verantwortung gerecht zu werden. So soll sich Jack auf dem Lande eigentlich um seine junge romantische Nichte Cecily kümmern. Er reist aber viel lieber unter dem falschen Namen Ernst nach London.

    Derweil nimmt Algy unablässig vor gesellschaftlichen Verpflichtungen oder Gläubigern Reißaus und gibt sich dabei auf dem Lande selbst schon mal als Ernst aus. Mit ihren Notlügen und Dampfplaudereien können die Herrschaften freilich vielleicht noch Algys rebellische Cousine Gwendolen Fairfax einwickeln, die sich nur zu gern von Jack (alias Ernst!) erobern lassen möchte. Doch niemand im Bunde kann Lady Bracknell, der mächtigen Mutter von Gwendolen, etwas vormachen.

    Und als lauter echte Liebende mit manch falschem Namen auf dem Landsitz von Jack und Cecily zusammentreffen, gerät der amüsante Reigen um vertauschte Identitäten, gesellschaftliche Gesetze und geschliffene Worte zum komödiantischen Wirbelwind ...



    Filmstab

    Regie Oliver Parker
    Drehbuch Oliver Parker
    Vorlage nach dem gleichnamigen Stück von Oscar Wilde
    Kamera Tony Pierce-Roberts
    Schnitt Guy Bensley
    Musik Charlie Mole
    Produktion Barnaby Thompson

    Darsteller

    Algernon Moncrieff Rupert Everett
    Jack Worthing Colin Firth
    Cecily Cardew Reese Witherspoon
    Lady Bracknell Judi Dench
    Gwendolen Fairfax Frances O'Connor
    Dr. Chasuble Tom Wilkinson
    Miss Prism Anna Massey
    Lane Edward Fox
    Merriman Patrick Godfrey
    Gribsby Charles Kay

    Kritiken

    Cinema 2002-09: "Othello"-Regisseur Oliver Parker verzierte seine Adaption mit Traumsequenzen, Verfolgungsjagden und anderen Spielereien. Nicht immer löste er das elegant, und so werden Puristen Anthony Asquiths ungleich ernsthafterer Version von 1952 nachtrauern. Wildes Dialoge rauben die modernen Kinkerlitzchen indes nicht die Bissigkeit. Dank Vorsprung durch (Schreib-) Technik.

    Bärbel Pfannerer (TV-Movie) 2002-19: Der Regisseur hat Recht: Niemand passt so wunderbar in die Welt von Oscar Wilde wie Rupert Everett. Das Hobby-Model serviert die bissig-spritzigen Wortperlen mit Eleganz und Schalk, dass es eine Wonne ist. Die Kollegen machens ihm gekonnt nach. Ein feinsinniges Vergnügen in schönen Bildern.

    (TV-Today) 2002-19: ... Die hat Regisseur Oliver Parker beibehalten, aus der federleichten Farce aber eine behäbige, viel zu realistische Komödie gemacht. Da reißen auch die glänzenden Darsteller nichts raus.


    Wertungen

    0 Sterne
    0 Bewertungen
    Original The Importance of Being Earnest
    Jahr/Land 2001 / Frankreich, UK, USA
    Genre Liebesdrama
    Film-Verleih Concorde Filmverleih GmbH
    Laufzeit 97 Minuten
    Kinostart 12. September 2002