Einmal bitte alles

    Aus Film-Lexikon.de

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    Isi will Illustratorin werden und damit ihren Traum einer erfolgreichen Karriere verwirklichen. Sie zeichnet eine Graphic Novel zu F. Scott Fitzgeralds „Die Schönen und Verdammten“ und fühlt sich irgendwann selber ganz schön verdammt:

    Seit fünf Monaten schenkt Isi als Verlagspraktikantin Kaffee aus, ihre Eltern meckern an ihrem Lebensentwurf herum und alle potenziellen Männer zwischen 20 und 30 sind absolut weird. Ohne ihre Freundin Lotte wäre dieses komische „Dazwischen“-Sein nach der Uni ziemlich trostlos und einsam.

    Doch als sich Lotte nicht mehr an den gemeinsamen Plan des Erwachsenwerdens hält, sieht Isi sich plötzlich mit ihren innersten Zukunftsängsten konfrontiert. Auf einmal muss sie dem neuen Freund Leo weichen, in eine schmuddelige WG umziehen und sich mit dem „Musiker“ Klausi herumärgern.

    Isis einziges Amüsement: Der verrückte Medizinstudent Daniel, der sich zwar den ganzen Tag selbst diagnostiziert und Sprüche über Isis Bindegewebe ablässt, aber eigentlich ganz ok ist. Und Isi kann jeden Beistand gebrauchen: denn Lotte ist schwanger!





    Filmstab

    Regie Helena Hufnagel
    Drehbuch Sina Flammang, Madeleine Fricke
    Kamera Aline Laszlo
    Schnitt Ulrike Tortora, Stinne Sonne Munch
    Musik We are modular, Dieter Schleip
    Produktion Helena Hufnagel, Torben Maas, Christian Füllmich

    Darsteller

    Isi Luise Heyer
    Lotte Jytte-Merle Böhrnsen
    Klausi Maxi Schafroth
    Daniel Patrick Güldenberg
    Frau Finsterwalder Sunnyi Melles
    Hörbuchstimme Jessica Schwarz
    Schlotti Boris Aljinovic
    Altenpfleger Ole Fischer

    Kritiken

    www.filmstarts.de Antje Wessels: Das ist der Film, den die Millenials verdienen! Helena Hufnagel inszeniert mit „Einmal bitte alles“ eine warmherzige Tragikomödie darüber, wie schnell man überfordert sein kann, wenn einem die ganze Welt offensteht.

    www.spielfilm.de Bianca Piringer: Der Regisseurin Helena Hufnagel gelingt mit ihrem Spielfilmdebüt ein so unterhaltsames wie authentisches Porträt einer typischen Vertreterin der Millennials-Generation. Die mit der sympathischen Luise Heyer optimal besetzte Hauptrolle der Isi verliert beim Versuch, in den Traumberuf einzusteigen, die Illusion unbegrenzter Möglichkeiten. Ihre Quarter-Life-Crisis im Alter von 27 Jahren lässt keinen Bereich ihrer Existenz unangetastet, was der Film mit Humor und gutem Gespür für soziale Interaktionen und Milieus schildert.

    www.film-rezensionen.de Oliver Armknecht: Was tun, wenn ich klare Vorstellungen vom Leben habe, das Leben sich aber nicht für meine Vorstellungen interessiert? Eine Antwort darauf bietet „Einmal bitte alles“ zwar nicht an, scheut sich auch davor, allzu hart mit der Protagonistin umzuspringen. Aber die Tragikomödie erzählt mit viel Einfühlungsvermögen von dem schwierigen Weg als Erwachsene, wenn um dich herum alle Träume und Pläne scheitern.