Ein Zuhause am Ende der Welt

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    Ein Zuhause am Ende der Welt" beschreibt den Lebensweg zweier Jungen von ihrer Schulzeit in Ohio, über eine Ménage á Trois mit einer älteren Frau in New York bis zum gemeinsamen Haus auf dem Land.

    Dabei porträtiert der Film einerseits typische Momente der Siebziger und frühen Achtziger Jahre, mit all den Gegensätzen, die sich zwischen einem langweiligen Vorort und dem exaltierten East Village auftun. Andererseits beobachtet er das Heranwachsen der zwei Jugendfreunde, ihre wechselnden sexuellen Neigungen und ihren Umgang damit.

    Er zeigt ihre Sehnsucht nach Gefühlen, die sich über konventionelle Maßstäbe hinwegsetzen können, aber auch ihre Hingabe an beständige Werte wie eine Familie oder ein Zuhause. Und trotz aller sexuellen Turbulenzen ist es vor allem die Geschichte von einer, vielleicht sogar von zwei großen Lieben, die dieser Film erzählt.



    Filmstab

    Regie Michael Mayer
    Drehbuch Michael Cunningham
    Vorlage Michael Cunningham
    Kamera Enrique Chediak
    Schnitt Lee Percy, Andrew Marcus
    Musik Duncan Sheik
    Produktion Tom Hulce, Christine Vachon, Katie Roumel, Pamela Koffler, John Wells, John N. Hart Jr., Jeffrey Sharp

    Darsteller

    Clare Robin Wright
    Alice Glover Sissy Spacek
    Bobby Morrow (1982) Colin Farrell
    Jonathan Glover (1982) Dallas Roberts
    Bobby Morrow (1967) Andrew Chalmers
    Carlton Morrow Ryan Donowho
    Emily Asia Vieira
    Frank Jeffrey Authors
    Franks Date Lisa Merchant
    Burt Morrow Ron Lea
    Bobby Morrow (1974) Erik Smith
    Jonathan Glover (1974) Harris Allan
    Ned Glover Matt Frewer
    Wes Barna Moricz

    Kritiken

    Dirk Jasper: Sehr authentisch wird die Vorstadtatmosphäre der Seventies gezeigt, die trotz öffentlichen Drogengenusses und bunt bedruckter Kleidung dort nichts weiter vermittelt, als die schreckliche Enge zwischen Reihenhaus, Schule und Friedhof. Stets gibt es betont zügellose Parties von Hausfrauen und Familienvätern, deren Hilflosigkeit im Angesicht dieser ‚Befreiung‘ hauptsächlich im Umgang mit ihren Kindern sichtbar wird. Das kommt der Wahrheit vermutlich recht nahe und man versteht die Suche der Jugendlichen nach einer anderen Umgebung, nach anderen Beziehungen und anderen Gefühlen plötzlich nicht nur als pubertäre Auflehnung, sondern als ganz einleuchtende Reaktion auf solch eine Kindheit. Michael Cunninghams Buch A Home at the End of the World erweckt also nicht nur den Punk-Rock im East Village wieder zum Leben, sondern beschäftigt sich auch ein wenig mit dessen Entstehung und mit den Konsequenzen, die er für drei von den vielen verlorenen Gestalten der Eighties gehabt haben mag.

    film-dienst 25/2004: Anschauliche Coming-of-Age-Geschichte zweier Männer, die stilistisch treffend die Stimmung der 1970er-Jahre reflektiert, wobei soziale und politische Hintergründe gegenüber dem Gefühlsleben der Protagonisten allerdings ausgeblendet bleiben.


    Wertungen

    5 Sterne
    1 Bewertungen
    Original A Home at the End of the World
    Jahr/Land 2004 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Solo Film Verleih GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 97 Minuten
    Kinostart 09. Dezember 2004