Ein Freund zum Verlieben

    Aus Film-Lexikon.de

    Abbie und Robert sind beste Freunde mit noch besseren Gemeinsamkeiten. Und selbst wenn ihr Scharfsinn, Charme und Witz bisher beiden bislang nicht gereicht hat, jeweils den Partner fürs Leben zu finden, so bleibt doch wenigstens ihre Beziehung zueinander unbedroht von Liebe, Lust und anderen Lastern - denn Robert ist schwul. In einer denkwürdigen Nacht indes, als zuviel Einsamkeit, Alkohol und schnelle Tanzschritte für einen Moment alle Vernunft außer Kraft setzen, machen Abbie und Robert eine Geschlechterrolle rückwärts und kommen sich auf äußerst heterosexuelle Art näher. Was sie vergessen, verdrängen und verschmerzen könnten, wenn Abbie nicht schwanger würde. Doch ohne zu zögern entscheiden sich beide dazu, ein neues Leben als Eltern zu beginnen - und sich somit auf zwar unkonventionelle, aber doch nicht minder aufopferungsvolle Art zu binden. Über Jahre bilden sie dann auch mit ihrem Sohn Sam eine liebevolle, famos funktionierende Familieneinheit, was es den platonischen Freunden Abbie und Robert recht leicht macht, kein Privatleben und schon gar keine Zeit für ernsthafte Geschichten mit neuen Männern mehr zu haben.

    Doch dann lernt Abbie mit dem supersympathischen Geschäftsmann Ben ein Prachtexemplar seiner Rasse kennen, der ihr zeigt, dass es für romantische Liebe natürlich nie zu spät ist. Im Prinzip etwas, was auch Robert seiner besten Freundin immer gewünscht hat. Bis Abbie andeutet, fortan mit Ben und Sam leben zu wollen ...



    Filmstab

    Regie John Schlesinger
    Drehbuch Thomas Ropelewski
    Kamera Elliot Davis
    Schnitt Peter Honess
    Musik Gabriel Yared
    Produktion Tom Rosenberg, Leslie Dixon, Linne Radmin für Lakeshore Entertainment

    Darsteller

    Robert Rupert Everett
    Abbie Madonna
    Ben Benjamin Bratt
    Kevin Michael Vartan
    Richard Whittaker Josef Sommer
    Helen Whittaker Lynn Redgrave
    Sam Malcolm Stumpf
    David Neil Patrick Harris
    Elizabeth Ryder Illeana Douglas
    Kardiologe Mark Valley
    Annabel Suzanne Krull
    Finn Stacy Edwards

    Kritiken

    TV Movie 2000-17: Mit flotten Sprüchen und charmantem Witz legt das sichtlich eingespielte Duo Madonna-Everett schwungvoll los. Doch als die beiden dann im Gerichtssaal ums Sorgerecht für ihr Kind feilschen, gibt's übertriebene Dramatik, viel Kitsch und überflüssige Tragik. Schade!

    film-dienst 2000-16: Fahrig inszenierte Gesellschaftskomödie, die Probleme von Familie, Elternschaft und sexueller Identität thematisiert, ohne sich um psychologische Plausiblität oder eine stimmige Dramaturgie zu kümmern.

    TV Today 2000-17: In der ersten Stunde darf man schmunzeln, in der zweiten kommt die Tränendrüse zu ihrem Recht.


    Wertungen

    2 Sterne
    1 Bewertungen
    Original The Next Best Thing
    Jahr/Land 2000 / USA
    Genre Liebeskomödie
    Film-Verleih Concorde Filmverleih GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 98 Minuten
    Kinostart 10. August 2000