Dieses bescheuerte Herz

    Aus Film-Lexikon.de

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    Jede Nacht feiern, einen Audi R8 aus Versehen zuhause im Pool versenken, das findet Lenny (Elyas M‘Barek) ziemlich unter-haltsam. Viel mehr interessiert ihn auch nicht. Er wohnt in der Villa seines Vaters, verschwendet dessen Geld und hält sich für ei-nen Lebenskünstler. In einer tristen Hochhaussiedlung in München, liegt der 15-jährige David (Philip Noah Schwarz) im Bett und versucht zu atmen.

    Seine Mutter Betty (Nadine Wrietz) muss sofort mit ihm in die Klinik. David ist seit seiner Geburt herzkrank, und ob er seinen 16. Geburtstag feiern wird, kann ihm niemand sagen. Diese zwei Welten prallen aufeinander, als der Vater von Lenny (Uwe Preuss), ein Herzspezialist, seinen Sohn dazu verpflichtet, sich um seinen Patienten David zu kümmern: David kennt hauptsächlich Operationssäle, Lenny kennt jeden Club in der Stadt.

    Um bequem davonzukommen, hilft er David vorerst bei den simplen Dingen, die der Junge unbedingt noch erleben möchte: coole Klamotten kaufen, einen Sportwagen klauen, solche Sachen. Dabei merkt er schnell, dass Davids Leben an einem seidenen Faden hängt. Das ist zu viel Verantwortung für den Lebemann Lenny. Außerdem will David jetzt Mädchen kennenlernen, sich verlieben, wie soll Lenny das organisieren? Aber da hängt er schon fest in einer Freundschaft, so ernsthaft, so intensiv, so ausgelassen, als gäbe es kein Morgen – und das stimmt ja vielleicht.



    Filmstab

    Regie Marc Rothemund
    Drehbuch Maggie Peren, Andi Rogenhagen
    Kamera Christof Wahl
    Schnitt Simon Gstöttmayr
    Musik Johnny Klimek
    Produktion Martin Moszkowicz, Oliver Berben

    Darsteller

    Lars „Lenny“ Reinhard Elyas M'Barek
    David Philip Noah Schwarz
    Betty Nadine Wrietz
    Dr. Reinhard Uwe Preuss
    Sarah Tesha Moon Krieg
    Polizist Gerhard Wittmann
    Dr. Julia Mann Lisa Bitter
    Astrid Schäfer Karin Thaler
    Herr Günther Jürgen Tonkel

    Kritiken

    www.moviebreak.de Sebastian Groß: „Dieses bescheuerte Herz“ ist ein biederer, verzuckerter, generischer Tränenzieher-Film. Eigentlich eine ganz furchtbare Sache. Dennoch besitzt er klare Stärken und zeigt zwischen all seiner Einfachheit doch auch klare Wahrheiten, die dem Drama dazu verhelfen, dass es tatächlich berührt. Kein Großes Kino, aber als emotionaler Snack durchaus genehmbar.

    www.film-rezensionen.de Oliver Armknecht: Ein Mann um die 30 lernt einen herzkranken Jugendlichen kennen und will ihm seine größten Wünsche erfüllen, das ist eigentlich eine schöne Geschichte. Leider traute man sich bei „Dieses bescheuerte Herz“ aber nicht, beim realen Vorbild zu bleiben und wandte lieber die „Gesetze des Films“ an. Heraus kommt ein Werk, das völlig austauschbar ist, zu keiner Zeit natürlich wirkt und pünktlich zu Weihnachten auf zynische Weise Kasse machen will.

    www.kino-zeit.de Sonja Hartl: Insgesamt ist Dieses bescheuerte Herz daher ein mitunter bewegender, aber auch wenig überraschender Film über eine ungleiche Freundschaft.


    Wertungen

    4.7 Sterne
    3 Bewertungen
    Jahr/Land 2017 / Deutschland
    Genre Drama / Komödie
    Film-Verleih Constantin Film
    Laufzeit 106 Minuten
    Kinostart 21. Dezember 2017