Die zweite Hälfte der Nacht

    Aus Film-Lexikon.de

    Martino arbeitet als Nachtwächter im Turiner Filmmuseum. Nach Mitternacht betrachtet er sich als Herr über diesen Ort der Kinoträume, hat sich dort sogar ein eigenes Zimmer eingerichtet und schaut sich mit Vorliebe alte Buster-Keaton-Filme an.

    Angelo, der "Engel", ist ein kleiner Dieb aus der Vorstadt. Er hat eine Schwäche für Autos und Frauen. Seine Freundin Amanda würde lieber ein geregeltes Leben führen. Eines Tages gerät Amanda in Schwierigkeiten und findet auf der Flucht vor der Polizei durch Zufall Unterschlupf im Filmmuseum.

    Der an Einsamkeit gewöhnte Martino teilt sein Zuhause nun plötzlich mit einer jungen Frau. Amanda ihrerseits lässt sich immer mehr auf diese für sie völlig neue, abgeschlossene Welt ein. Aber dann macht sich Angelo auf die Suche nach seiner Freundin ...



    Filmstab

    Regie Davide Ferrario
    Kamera Dante Cecchin
    Schnitt Claudio Cormio
    Musik Fabio Barovero, Banda Ionica, Daniele Sepe
    Produktion Ladis Zanini

    Darsteller

    Martino Giorgio Pasotti
    Amanda Francesca Inaudi
    Angelo Fabio Troiano
    Barbara Francesca Picozza
    Erzähler Silvio Orlando
    Martinos Großvater Pietro Eandi
    Fast Food-Chef Andrea Romero
    Bruno, Nachtwächter Giampiero Perone

    Kritiken

    Dirk Jasper: Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte an einem ungewöhnlichen Ort: Regisseur Davide Ferrario hatte die Möglichkeit, im berühmten Turiner Filmmuseum selbst zu drehen, und er verwandelt dieses auch architektonisch faszinierende Gebäude in ein magisches Reich der Phantasie, in dem alles passieren kann. Der außerordentliche visuelle Stil des Films entstand auch durch den Einsatz der digitalen High-Definition-Technik, die selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen während der nächtlichen Dreharbeiten im Filmmuseum brillante Bilder ermöglichte. Tatsächlich ist Die zweite Hälfte der Nacht einer der ersten Filme überhaupt, der durchgängig auf hochauflösendem HD-Material gedreht worden ist.