Die chinesischen Schuhe

    Aus Film-Lexikon.de

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    Auf den Spuren ihrer Großeltern begibt sich Tamara Wyss den Jangtse flussaufwärts, durch die Drei Schluchten bis in die großen Städte Sichuans. Gedreht wenige Wochen vor der Fertigstellung des Staudamms, treffen wir überall auf Zeichen eines großen und historischen Umbruchs. Alles ist in Bewegung, nicht nur die Flusslandschaft, die an uns vorüberzieht.

    Alte Städte werden abgerissen, neue gebaut, der Welt größter Staudamm lässt einen Fluss und mit ihm eine einzigartige Kulturlandschaft unwiederbringlich verschwinden. Nichts wird bleiben, wie es ist, auch die Landschaft der Drei Schluchten, die wir im Film sehen und die die Grosseltern noch gekannt haben, wird in Kürze nur noch Geschichte sein. Der Film richtet sein Augenmerk immer wieder auf die Menschen, denen Tamara Wyss während ihrer Reise begegnet.

    Mit erstaunlicher Offenheit und einer überraschenden Gelassenheit berichten sie von den Verwerfungen chinesischer Geschichte und den Folgen aktueller Politik für ihr Leben. Im Gepäck hat die Autorin Fotografien, Tonaufnahmen, Aufzeichnungen und Briefe ihrer Großeltern. Diese Dinge sind ihr „Reiseführer“ durch das Land und zu den Menschen. Zu ihnen kehrt der Film immer wieder zurück.



    Filmstab

    Regie Tamara Wyss
    Drehbuch Tamara Wyss
    Kamera Lutz Reitemeier
    Schnitt Anette Fleming, Tamara Wyss
    Produktion Jörg Rothe, Alexander Ris, Yuan Lili

    Darsteller

    Erzähler Timmo Niesner
    Erzählerin Martina Treger
    Erzählerin Franziska Schubert