Die Schachspielerin

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    In einem kleinen idyllischen Dorf auf Korsika besteht das Leben der stillen Hélène (Sandrine Bonnaire) aus einer Reihe von sich ähnelnden Tagen. Sie arbeitet als Zimmermädchen in einem Hotel und wirkt mit ihrer Ehe, ihrem Mann und ihrer fünfzehnjährigen Tochter Lisa glücklich. Ihr bescheidenes Leben scheint vielleicht etwas monoton, aber es verläuft in geordneten Bahnen von vermeintlicher Zufriedenheit. Alles ändert sich, als sie beim Putzen ein junges verführerisches Paar beobachtet, das auf einer der Hotelterrassen Schach spielt. Hélène fühlt sich sofort von diesem geheimnisvollen Spiel angezogen, hinter dem sich für sie eine aufregende Welt verbirgt. Ihr Mann hält gar nichts davon, ihm ist die neue Passion seiner Frau eher peinlich, und will sie wieder davon abbringen. Im Dorf tuschelt man bereits über sie. Doch Hélène beschäftigt sich heimlich weiter damit und findet in dem kauzigen Dr. Kröger (Kevin Kline), dessen Haushalt sie in Ordnung hält, einen Mentor und Freund. Nach anfänglichem Zögern unterstützt er sogar ihre Idee an Turnieren teilnehmen zu wollen. Für sie beginnt ein Abenteuer mit unabsehbaren Folgen. Denn mit ihrer Leidenschaft für das Spiel riskiert sie bald ihre Ehe und ihren guten Ruf. Ihr ganzes bisheriges Leben gerät aus den Fugen …





    Filmstab

    Regie Caroline Bottaro
    Drehbuch Caroline Bottaro, Caroline Maly
    Vorlage Bertina Henrichs
    Kamera Jean-Claude Larrieu, AFC
    Schnitt Tina Baz Le Gal
    Musik Nicola Piovani
    Produktion Dominique Besnehard, Michel Feller

    Darsteller

    Maria Valérie Lagrange
    Hélène Sandrine Bonnaire
    Kröger Kevin Kline
    Ange Francis Renaud
    Amerikanerin Jennifer Beals

    Kritiken

    kino.de 2010-01: Einfach frappierend mit welcher Bestimmtheit eine filigrane und fragile Bonnaire die Kluft zwischen Arbeiterschicht und Bourgeoisie demonstriert und zielgenaue Dialoge (die sich hoffentlich auch in der deutschen Fassung wieder finden) soziale Realität umreißen, ein Bild französischer Wirklichkeit zeichnen. (...) François Renaud als Arbeiter, der seine Frau liebt, aber nicht versteht, komplettiert die optimale Besetzung, die diesem romantischen Film im milden und mediterranen Licht zum Erfolg verhelfen sollte.

    Gudrun Schmiesing (filmreporter.de) 2010-01: Caroline Bottaro erzählt mit Leidenschaft und Herzblut von der Entfaltung ihrer im Alltag versunkenen Protagonistin. Die Geschichte der scheinbar einfältigen Putzfrau, die das anspruchsvolle Schachspiel erlernt, ist simpel, aber anrührend erzählt.


    Wertungen

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    0 Bewertungen
    Original Joueuse
    Jahr/Land 2010 / Frankreich / Deutschland
    Film-Verleih Concorde Film
    Laufzeit 97 Minuten
    Kinostart 07. Januar 2010