Die Pseudo-Braut

    Aus Film-Lexikon.de

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    Man plant den 18-jährigen Ali, Sohn des Bürgermeisters, der in jenem Jahr das Gymnasium abschließt, mit Nese, der Tochter der Nachbarn von gegenüber zu verheiraten. Bei diesem Vorhaben spielt auch der Entschluss, die Geschäfte beider Familien unter einem Dach zu fusionieren, eine entscheidende Rolle. Doch Ali ist niemand, der der Verantwortung einer Ehe gewachsen wäre.

    Alis Vater, der handgemachte Textilstoffe an traditionellen Webstühlen produziert, plant den Umstieg auf die maschinelle Produktion, die sein Sohn Ali dann übernehmen soll. Ali dagegen schmiedet andere Pläne: Gerade gastiert ein Wandertheater in der Stadt. Ein Schauspieler der Truppe ist abgehauen. Ali plant ihn zu ersetzen ... außerdem, will er Motive für Textilstoffe entwerfen ... Kurzum, er lebt ein verträumtes Leben.

    Obwohl ihn seine Familie dazu ermutigt, hat er bis dahin mit keiner Frau geschlafen, was für seine bevorstehende Ehe auch sehr nötig wäre. Auf Druck der Mutter, beschließt die Familie Ali eine "Pseudo-Braut" zu besorgen. Die Ersatzbräute sind professionelle Erzieherinnen, die 15- bis 17-jährige junge Männer vor allem für die Sexualität in der Ehe vorbereiten. Über einen Mittelsmann wird die erfolgreichste Pseudo-Braut der Stadt, Emine, engagiert.

    Aus Geldnot nimmt Emine, die die Schulausbildung ihrer Schwester finanzieren muss und deren Geliebter, den sie heiraten will, im Gefängnis sitzt, das Angebot an. So kommen Ali und die 15 Jahre ältere Emine gegen ihrer beiden Willen zusammen.

    Ihr anfängliches Verhältnis ist von gegenseitiger Abneigung und dem Wunsch, die Beziehung so schnell wie möglich zu beenden, geprägt. Durch die persönlichen Züge Alis, die Emine bei keinem anderen Mann gesehen hat, sowie durch ihre reife Schönheit und körperliche Attraktivität, verwandelt sich die Beziehung in eine leidenschaftliche Liebe.

    Die Institution "Ersatzbrauf' verfügt über strenge Regeln. Emine ist sehr wohl bewusst, was passieren würde, wenn man diese Regel verletzt. Sie versucht Ali von der Unmöglichkeit ihrer Beziehung zu überzeugen. Als Ali am Tag der Trennung seiner Mutter von ihrer Liebe erzählt, kommt es zur Katastrophe. Die Mutter wirft Emine Hexerei vor und jagt sie aus dem Haus. Der Vater droht gar sie zu töten. Mittlerweile wurde auch Emines Geliebter aus dem Gefängnis entlassen.

    Als die Liebenden keinen Ausweg mehr sehen, entschließen sie sich die Stadt zu verfassen. Doch wie wird es den Liebenden gelingen, zu fliehen, wenn zwei wohlhabende Familien und ein Ex-Knacki hinter ihnen sind?



    Filmstab

    Regie Atif Yilmaz
    Drehbuch Gul Dirican, Atif Yilmaz
    Vorlage Novelle von Sükran Kozali; Story von Tarik Günersel
    Kamera Kenan Ormanlar
    Schnitt Aylin Tinel
    Produktion Atif Yilmaz

    Darsteller

    Tavid Metin Akpinar
    Iffet Müjde Ar
    Semiha Nilüfer Aydan
    Saime Esra Aymutlu
    Sadik Kivanç Baskan
    Hasan Sevket Çoruh
    Çeneto Füsun Demirel
    Ibis Mehmet Esen
    Cemil Hakki Gültürk
    Talat Fikret Hakan


    Wertungen

    0 Sterne
    0 Bewertungen
    Original Egreti Gelin
    Jahr/Land 2005 / Türkei, Griechenland
    Genre Liebesdrama
    Film-Verleih Maxximum Film und Kunst GmbH
    Kinostart 24. Februar 2005