Die Migrantigen

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    Marko und Benny, zwei Wiener mit so genanntem „Migrationshintergrund“, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden - wären da nicht Bennys schwarze Haare.

    Als die beiden aufgrund ihres Aussehens am Rudolfsgrund, einem ethnisch durchmischten Vorstadtviertel, von der ambitionierten TV-Redakteurin Marlene Weizenhuber, die nach Protagonisten für ihre TV-Dokuserie sucht, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben.

    Damit ihre Lüge nicht auffliegt, bauen sie sich eine zweite Identität, die aus Klischees und Vorurteilen besteht. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, setzen sie sich gleichzeitig zum ersten Mal mit den echten Integrationsschicksalen auseinander - auch mit ihren eigenen... eine politisch unkorrekte Komödie über moderne Klischees, falsche Identitäten und „echte“ Ausländer - falls es die überhaupt gibt!




    Filmstab

    Regie Arman T. Riahi
    Drehbuch Arman T. Riahi, Aleksandar Petrovic, Faris Endris Rahoma
    Kamera Mario Minichmayr
    Schnitt Cordula Werner, Arman T. Riahi
    Musik Karwan Marouf
    Produktion Arash T. Riahi, Karin C. Berger

    Darsteller

    Benny / Omar Faris Rahoma
    Marko / Tito Aleksandar Petrovic
    Juwel Mehmet Ali Salman
    Sophie Daniela Zacherl
    Herr Bilic Zijah Sokolovic
    Klara Maddalena Hirschal
    Marlene Weizenhuber Doris Schretzmayer
    Regisseur Josef Hader
    Monika Margarethe Tiesel

    Kritiken

    www.pressplay.at Marco Rauch: Bei "Die Migrantigen" wird viel gelacht und so gut wie jeder Witz zündet. Von daher ist es eine durchwegs gelungene Komödie, eine erfrischend selbstironische und originelle österreichische Komödie, von denen es durchaus mehr geben darf und hoffentlich geben wird.

    www.filmstarts.de Antje Wessels: „Die Migrantigen“ lebt von einer amüsanten Idee und dem Gefühl, das Geschehen könnte sich so oder so ähnlich tatsächlich auch in der Realität abspielen. Zwischendurch hält sich Regisseur Arman T. Riahi allerdings zu sehr mit Nebensächlichkeiten auf.

    www.kino-zeit.de Joachim Kurz: Die Migrantigen hält den eigenen Vorurteilen gekonnt den Spiegel vor, hinterfragt die Rolle der sensationsgierigen Presse ebenso wie die Vorurteile der linksliberalen Spießer (als solcher ist beispielsweise Josef Hader zu sehen), die sich aller gepredigten Toleranz zum Trotz doch nicht aus dem engen Korsett ihrer Erwartungen befreien können und damit genau jene Verkrustungen befördern, die sie doch aufzubrechen angetreten sind.


    Wertungen

    4.8 Sterne
    4 Bewertungen
    Jahr/Land 2017 / Österreich
    Genre Komödie
    Film-Verleih Camino Filmverleih
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 99 Minuten
    Kinostart 07. September 2017