Die Kühe sind los

    Aus Film-Lexikon.de

    12163 poster.jpg

    Das Leben ist locker auf der Farm "Patch of Heaven", irgendwo im Wilden Westen. Die Tiere der herzensguten Farmerin Pearl fristen ein fröhliches, gemütliches Dasein - nur der streitsüchtige Ziegenbock Jeb stört manchmal den Frieden auf dem Hof. Doch dann spricht die vornehme Kuh Mrs. Caloway, inofiziell der Boss im Stall, ein Machtwort, und schon ist wieder Ruhe.

    Eines Tages jedoch wird diese Ruhe durch zwei Ereignisse empfindlich gestört: Zum Ersten zieht Maggie auf "Patch of Heaven" ein - eine mehrfach ausgezeichnete freche Show-Kuh, die den großen Auftritt liebt und gleich bei ihrer Kuh-Kollegin, der naiven Grace, und ein paar frechen Ferkeln mächtig Eindruck schindet.

    Zum Zweiten kommt Sheriff Brown mit einer Hiobsbotschaft auf die Farm: Wenn Pearl nicht innerhalb von drei Tagen ihre Schulden von 750 Dollar bei der Bank bezahlt, wird "Patch of Heaven" zwangsversteigert.

    Ausgerechnet die drei grundverschiedenen Kühe machen sich auf, ihr Zuhause zu retten: Zusammen mit Buck, dem etwas tollpatschigen Pferd des Sheriffs, das gern mal ein echter kerniger Westernheld wäre, wollen sie den berüchtigten Viehdieb Alameda Slim schnappen - auf dessen Kopf ist nämlich eine Belohnung von 750 Dollar ausgesetzt.

    Und von den wilden Abenteuern, die unsere drei kuh-ragierten Heldinnen nun bestehen müssen, wird man abends an den Lagerfeuern im Westen noch lange erzählen ...



    Filmstab

    Regie John Sanford, Will Finn
    Drehbuch Will Finn, John Sanford
    Musik Alan Menken
    Produktion Alice Dewey Goldstone

    Darsteller

    Maggie Hella von Sinnen
    Grace Marie Bäumer
    Mrs. Caloway Christiane Hörbiger
    Buck Beni Weber
    Boris Wladimir Klitschko
    Noris Vitali Klitschko
    Alameda Slim Hartmut Neugebauer
    Rusty Thomas Piper
    Rico Oliver Stritzel

    Kritiken

    Dirk Jasper: Für das jüngste, übermütige Zeichentrick-Meisterwerk des Studios ließen die besten kreativen Köpfe und Zeichner der Animationsbranche ihre Fantasie Purzelbäume schlagen. Das Ergebnis ist ein wahres Gag-Feuerwerk - ein wildes Abenteuer mit muh-tigen, liebenswert-schrulligen Figuren. Die Kühe sind los! ist eine augenzwinkernde, ebenso liebevolle wie respektlose Verbeugung vor einem klassischen Kino-Genre - dem Western. Mit ausgelassener Action, beschwingter Comedy, einem einzigartigen Stil und sechs mitreißenden neuen Songs des Oscar®-Preisträgers Alan Menken wird Die Kühe sind los! die Herzen von großen und kleinen Fans erobern. Und zwar in vollem Galopp!

    Rhein-Zeitung 3. September 2004: Während die Eigenarten und Rivalitäten des Tierensembles vom putzigen Ferkeltrio bis zum hysterischen Kaninchen für witzigen Slapstick sorgen, bringt der solidarische Aufstand der Leittiere Spannung in die Handlung. Allerdings vergallopiert sich das Regieduo bei den vielen Verfolgungsjagden, die hektisch wirken. Bei jüngeren Kindern dürfte dieses Tempo gut ankommen. Insgesamt bleibt die Inszenierung zu brav und konventionell, um an den Charme und Elan "tierischer" Meisterwerke heranzukommen.

    film-dienst 18/2004: Konventioneller Trickfilm für Kinder mit mäßig zündenden Musiknummern, klischeehaften Figuren und vorhersehbaren Wendungen. Besonders enttäuscht der letzte "handgemachte" Zeichentrickfilm des Disney-Studios durch seine lieblos und grob gezeichneten Szenerien und Figuren.


    Wertungen

    0 Sterne
    0 Bewertungen
    Original Home on the Range
    Jahr/Land 2004 / USA
    Genre Zeichentrick
    Film-Verleih Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
    Laufzeit 77 Minuten
    Kinostart 02. September 2004