Die Friseuse

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    Ihre DDR gibt es nicht mehr. Ihr Mann, ihr Job, ihr Haus im Grünen sind auch weg. Die arbeitslose Friseuse Kathi König (Gabriela Maria Schmeide) lebt mit Tochter Julia (Natascha Lawiszus) in einer Plattenbausiedlung in Berlin-Marzahn. Sie will arbeiten, doch man lässt sie nicht. Eine sicher geglaubte neue Stelle im Friseursalon eines großen Einkaufcenters bleibt ihr verwehrt. Denn Kathi ist dick – sehr dick – und deshalb „nicht ästhetisch“. Das meint zumindest die Salonchefin Frau Krieger. So leicht lässt sich die resolute Kathi aber nicht abspeisen. In einem leer stehenden Asia-Imbiss neben dem Salon Krieger will sie ihren eigenen Friseurladen eröffnen. Es beginnt ein Kampf gegen Behörden, Banken und Berater. Auf dem langen Weg zum erhofften Glück begegnen ihr Menschen, die attraktive Friseuse Silke, der halbseidene Schleuser Joe und der liebenswerte Vietnamese Tien.





    Filmstab

    Regie Doris Dörrie
    Drehbuch Laila Stieler
    Kamera Hanno Lentz
    Schnitt Inez Regnier, Frank Müller
    Musik Ivan Hajek, Coconami, LaBrassBanda
    Produktion Ulrich Limmer

    Darsteller

    Kathi Gabriela Maria Schmeide
    Julia Natascha Lawiszus
    Tien Ill-Young Kim
    Silke Christina Grosse
    Joe Rolf Zacher
    Centerleiterin Maria Happel
    Frau Krieger Maren Kroymann

    Kritiken

    Kathrin Buchner (stern.de) 2010-02: Ein warmer Grundton beherrscht den Film, der plastisch zeigt, mit welch Bürde Stehaufmännchen Kathi sich durch den Alltagsdschungel kämpft. (...) "Die Friseuse" ist eine Hommage an das pralle Leben.

    Joachim Kurz (kino-zeit.de) 2010-02: Die Friseuse lebt vor allem und in erster Linie von der unbestreitbaren, nicht nur körperlichen Präsens von Gabriele Maria Schmeide, die trotz eines umgeschnallten "fat suits" eine nahezu unwiderstehliche Ausstrahlung besitzt. (...) Allerdings reicht Doris Dörries neuer Film nicht an die Qualitäten ihres Vorgängers Hanami - Kirschblüten heran, weil die Geschichte unterwegs zu viele Abzweigungen nimmt und jeder Katastrophe die nächste, noch unwahrscheinlichere folgen lässt, so dass am Ende gerade jene Authentizität, die die Figuren und das Setting auszeichnet, etwas verloren geht und man sich eher in einem modernen Märchen glaubt.


    Wertungen

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    0 Bewertungen
    Jahr/Land 2010 / Deutschland
    Genre Komödie
    Film-Verleih Constantin Film
    Laufzeit 108 Minuten
    Kinostart 18. Februar 2010