Die Erde von oben

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    Angelehnt an die biblische Schöpfungsgeschichte ist der Film in sieben Kapitel gegliedert: Genesis, Mensch, Sinne, Babel, Das Chaos und die Ordnung, Zivilisation und Terra Incognita.

    Beginnend mit dem Motiv des Herzen von Voh in einem Mangrovengebiet in Neukaledonien geht die Reise über Kamelkarawanen in der afrikanischen Wüste, über die Wolkenkratzer der Millionenstadt Tokyo, den Seenpalast von Rajasthan, die pfeilförmigen Minarette der Hagia Sophia in Istanbul bis hin zu der vierhundert Jahre alten Eiche von Vezelay.

    Ein Vater und sein Sohn unternehmen nicht nur eine geographische, sondern auch eine historische und philosophische Weltreise, die zu den Ursprüngen unserer Kultur zurückführt.

    Schritt für Schritt ist der Film dem Gegensatz „Mensch“ und „Natur“ auf der Spur. Der Dialog zwischen den Erzählern verdeutlicht dem Betrachter, wie verletzlich unsere Welt ist und wie groß letztlich auch die Verantwortung jedes Einzelnen für das Fortbestehen unseres Planeten ist.



    Filmstab

    Regie Renaud Delourme
    Vorlage Bildband "Die Erde von oben" von Yann Arthur-Bertrand
    Musik Armand Amar
    Produktion Renaud Delourme

    Kritiken

    Dirk Jasper: "Die Erde von oben" ist ein Porträt unseres Planeten, ein episches Werk über das ebenso schöne wie zerbrechliche Antlitz der Welt. Der Film von Renaud Delourme basiert auf den Fotografien von Yann Arthus-Bertrand, die im gleichnamigen Bestseller-Bildband "Die Erde von oben" erschienen sind. Die bildgewaltige Dokumentation entführt den Zuschauer zu den faszinierendsten Orten unseres Planeten, die sich dem Betrachter aus einem völlig neuen Blickwinkel präsentieren. "Die Erde von oben" ist eine Ode an eine unabdingbare Versöhnung zwischen Mensch und Natur, eine freie Interpretation der Entstehung der Erde, der Schönheit, der Vitalität sowie des menschlichen Schicksals. Im Film werden die beeindruckenden Bilder von der wunderbaren Musik von Armand Amar untermalt und belebt, der zwei Jahre an den Kompositionen zum Film arbeitete. Dabei ließ er sich von den Musiktraditionen der verschiedensten Länder inspirieren und lässt so den Zuschauer neben der visuellen Reise auch eine musikalische erleben. Aus über 170 Bildern von Yann Arthus-Bertand wurde mit einer unglaublich aufwändigen Technik von Daniel Marchetti, einem Experten für Spezialeffekte und Bildanimation, ein stilistisch unverwechselbarer Film geschaffen, der besonders durch seine Bilddynamik besticht.


    Wertungen

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    Original La terre vue du ciel
    Jahr/Land 2004 / Frankreich
    Genre Dokumentarfilm
    Film-Verleih Stardust Filmverleih GmbH
    Laufzeit 113 Minuten
    Kinostart 14. September 2006