Die Braut (Melodram)

    Aus Film-Lexikon.de

    Als Christiane Vulpius den Dichter Johann Wolfgang von Goethe auf einem Spaziergang abpaßt, um ihm ein Bittschreiben ihres Bruders zu übergeben, ist das der Anfang einer außergewöhnlich leidenschaftlichen Liebe. Christiane, aus der "Weimarer Armut" kommend, und Goethe, der gefeierte Dichter und Vertraute des Herzogs von Weimar, werden das Skandalpaar schlechthin. In den Salons der guten Weimarer Gesellschaft, angeführt von Goethes einstiger Favoritin, der eifersüchtigen Charlotte von Stein, wird Christiane Opfer zahlloser Intrigen und Verleumdungen. Mit Beharrlichkeit und Dank ihres heiteren Wesens gelingt es Christiane, an der Seite eines oft unbeständigen und schwierigen Goethe, sich von den herrschenden Moral- und Wertevorstellungen zu emanzipieren und ein "modernes Leben" jenseits der Konventionen zu führen.



    Filmstab

    Regie Egon Günther
    Drehbuch Egon Günther
    Kamera Peter Brand
    Schnitt Monika Schindler
    Produktion Georg Stingl für Tellux Film / MDR / Arte

    Darsteller

    Christiane Vulpius Veronica Ferres
    Johann Wolfgang von Goethe Herbert Knaup
    Charlotte von Stein Sibylle Canonica
    Charlotte Lengefeld-Schiller Franziska Herold
    Herzog Carl August Christoph Waltz
    Christoph Martin Wieland Friedrich Wilhelm Junge
    Hans-Heinrich Meyer Rüdiger Vogler
    Tante Juliane Maria Happel
    Paul Goetze Jörg Schüttauf

    Kritiken

    TV Today 11/1999: DEFA-Altmeister Egon Günther wagte - und gewann: Veronica Ferres beweist mit einer robusten Darstellung, daß sie den Film tragen kann. Herbert Knaup zeichnet in knappen Szenen einen knarzigen, grüblerischen Goethe; Sibylle Canonica und Christoph Waltz versprühen Spielfreude in Nebenrollen. Trotz einiger störender theaterhafter Momente: das bewegende Porträt einer aussichtslosen Liebe.

    TV Movie 11/1999: Auch wenn hier die Liebesgeschichte zwischen dem Dichterfürsten und der Magd im Vordergrund steht, müßte Goethe als Mensch klar werden. Deutschlands Vorzeigedichter verreist ohne Grund, schreibt kein bißchen und stellt in einem fort den Weibern nach. Schon fast wieder komisch ist hingegen Veronica Ferres in ihrer hysterischen Trampeligkeit.

    TV Spielfilm 11/1999: Eine literarische Filmerzählung mit viel Stil für Bilder und Sprache und großartigen Darstellern.