Die Bluthochzeit

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    Nie hätte Mark Walzer sich träumen lassen, dass er an seinem Hochzeitstag seine Braut Sophie noch einmal "erobern" muss. Denn Marks schwerreicher Vater Hermann Walzer gibt zusehends den Kotzbrocken und legt sich wegen einer Vorspeise mit dem von Finanznöten geplagten Gourmetkoch Franz Berger an, in dessen gehobenem Landgasthof in der Eifel das Hochzeitsessen stattfinden soll.

    Langsam aber unausweichlich gerät der Festtag außer Kontrolle. Der idyllische Landgasthof wird zur belagerten Festung, in der die Gewalt zwischen den beiden Alten eskaliert. Walzer kümmert es wenig, dass auch Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen werden, und auch der anfangs besonnene Berger verliert zunehmend die Nerven.

    Alle Versuche, die sturköpfigen Kampfhähne zu stoppen, scheitern, und so steuert die Hochzeit auf ein überraschendes Ende zu ...



    Filmstab

    Regie Dominique Deruddere
    Drehbuch Christoph Darnstädt, Dominique Deruddere, Charlie Higson, Laila Stieler, Jean Van Hamme
    Kamera Danny Elsen
    Schnitt Philippe Ravoet
    Musik Wolfram de Marco
    Produktion Norbert Preuss, Erwin Provoost für Typhoon Films / Fanes Film / MMG

    Darsteller

    Hermann Walzer Armin Rohde
    Franz Berger Uwe Ochsenknecht
    Andy Walzer Josef Heynert
    Mark Walzer Arne Lenk
    Yvonne Walzer Julia Schmidt
    Hannelore Walzer Imogen Kogge
    Katrin Walzer Sandra Borgmann
    Opa Brüngel Nand Buyl
    Alexander Halberstadt Fabian Hinrichs
    Sophie Halberstadt Lisa Maria Potthoff

    Kritiken

    Dirk Jasper: dass er eine gute Hand für tragikomische Geschichten besitzt, hat der belgische Regisseur Dominique Deruddere zuletzt mit seinem Oscar®-nominierten Film Jeder ist ein Star! (2000) bewiesen. Unter dem Titel Die Bluthochzeit kommt nun Dominique Deruddere Verfilmung des gleichnamigen Comics von Hermann van Hamme in die Kinos. In dieser deutsch-belgischen Koproduktion stürzen sich Armin Rohde und Uwe Ochsenknecht wegen einer Nichtigkeit in eine skurrile Schlacht, die einige junge Leute schließlich dazu bringt, beherzt einzugreifen.

    Oliver Zimmermann (Rhein-Zeitung 22. April 2005): Als Vorlage des Films diente der gleichnamige Splatter-Comic aus der Feder von Jean van Hamme. Darin enden die Feierlichkeiten tatsächlich in Mord und Totschlag. Ganz so weit geht Dominique Deruddere nicht. Ihm geht es eher darum zu zeigen, was Sturheit und mangelnde Kommunikation anrichten können. Ein paar mehr Überzeichnungen hätten der freien Comicverfilmung jedoch gut zu Gesicht gestanden. So gibt es einige interessante Randfiguren, wie den Kriegsveteranen Nand Buyl, deren Potenzial nicht vollends ausgeschöpft wird.

    film-dienst 08/2005: Eine nach einem populären Comic-Buch gestaltete Mischung aus übersteigerter Groteske und Eifel-Western, die im 'freien Spiel' der Kräfte menschliche Unzulänglichkeiten aufspießt. Formal nicht reizlos, bleibt der Entwurf trotz einiger fulminanter darstellerischer Auftritte zu plakativ und findet auch im zentralen Konflikt der Generationen zu keiner glaubwürdigen Aussage.


    Wertungen

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    Jahr/Land 2005 / Deutschland, Belgien
    Genre Tragikomödie
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 92 Minuten
    Kinostart 21. April 2005