Die Blaue Grenze

    Aus Film-Lexikon.de

    "Die blaue Grenze" spielt dort, wo das Meer Deutschland von Dänemark trennt. Ein Ort, an dem die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmt. Wie zufällig gestrandet treffen hier eine handvoll Menschen und deren Schicksal aufeinander. Da ist der verträumte Momme, der gerade seinen Vater verloren hat. Auf einem rätselhaften Fest begegnet er der schönen Dänin Lene und findet in ihr seine große Liebe.

    Doch was die Nacht zaghaft zusammengebracht hat, reißt der dämmernde Morgen wieder auseinander. Da ist Mommes Großvater, der glaubt, seine Trauer über den toten Sohn besiegen zu können, indem er vor seinen Erinnerungen davonläuft. Und da ist ein weiterer tragischer Held: der kauzige Kommissar Poulsen, ständig bemüht, Freunde zu finden oder irgendetwas zu erleben - und sei es nur ein ausgeglichenes Tennismatch mit sich selbst. Als sein Glück schließlich in Gestalt der geheimnisvollen Frau Marx bei ihm anklopft, erkennt er es fast nicht.

    Wie mit einem unsichtbaren Faden sind die Schicksale dieser Menschen miteinander verwoben. Manche der Verbindungen werden aufgeklärt, andere bleiben unbeantwortet - nur unser Gefühl kann uns sagen, was hier geschehen ist. Schließlich befinden wir uns nicht nur an der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark sondern auch an der Grenze zwischen Himmel und Erde.



    Filmstab

    Regie Till Franzen
    Drehbuch Till Franzen
    Kamera Manuel Mack
    Schnitt Sebastian Schultz
    Musik Enis Rotthoff
    Produktion Arne Ludwig, Felix Blum, Holger Hage

    Darsteller

    Momme Antoine Monot
    Kommissar Poulsen Dominique Horwitz
    Lene Beate Karoline Bille
    Mommes Großvater Joost Siedhoff
    Frau Marx Hanna Schygulla

    Kritiken

    Filmfest Oldenburg: Herrlich lakonisch spannt Regisseur Till Franzen eine dichte Atmosphäre aus nostalgischer Sehnsucht, spiritueller Sensibilität und feinem nordischen Humor. In mutigem und perfektem Rhythmus verweben sich drei Episoden zu einem berührenden Stimmungs-Kaleidoskop in Cinemascope. Die blaue Grenze ist ein Augenschmaus in allen Belangen mit einer ätherischen Hanna Schygulla, die seit fast 20 Jahren zum ersten Mal wieder in einem deutschen Kinofilm zu sehen ist ...

    film-dienst 24/2005: Eine sorgfältig komponierte, bildgewaltige Reflexion über menschliche Grenzerfahrungen, getragen von großartig spielenden und geführten Darstellern. Den großen Themen Sterben und Verlust stellt der Film dabei eine hoffnungsvolle Liebesgeschichte entgegen.


    Wertungen

    2 Sterne
    11 Bewertungen
    Jahr/Land 2005 / Deutschland, Dänemark
    Genre Drama
    Film-Verleih Jetfilm/Filmwelt
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 104 Minuten
    Kinostart 24. November 2005