Die Augen des Engels

    Aus Film-Lexikon.de

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    Der grausame Mord an einer britischen Studentin im italienischen Siena hält die Öffentlichkeit in Atem – täglich richten sich die Augen der Welt auf den kontroversen Prozess gegen die attraktive Amerikanerin Jessica Fuller, die ihre Wohngenossin mit Hilfe ihres Freundes umgebracht haben soll.

    Der junge Regisseur Thomas Lang (Daniel Brühl) ist überzeugt, seinen nächsten Filmstoff gefunden zu haben. Vor Ort trifft er sich mit der Journalistin Simone Ford (Kate Beckinsale), die den Prozess mitverfolgt und ein Buch über das Verbrechen geschrieben hat.

    Doch je mehr sich Thomas in den Fall vertieft, desto mehr verliert er sich darin. Er hinterfragt seine eigenen Motive und verliert das Vertrauen in sich und sein Können – bis ihm auf den Straßen die Studentin Melanie (Cara Delevingne) begegnet...




    Filmstab

    Regie Michael Winterbottom
    Drehbuch Paul Viragh
    Vorlage Barbie Latza Nadeau
    Kamera Hubert Taczanowski
    Schnitt Marc Richardson
    Musik Harry Escott
    Produktion Melissa Parmenter

    Darsteller

    Thomas Daniel Brühl
    Simone Ford Kate Beckinsale
    Francesco Corrado Invernizzi
    Melanie Cara Delevingne
    Jessica Fuller Genevieve Gaunt
    Katherine Rosie Fellner
    Edoardo Valerio Mastandrea
    Pubblico Ministero Andrea Tidona

    Kritiken

    www.programmkino.de Marcus Wessel: Dass Winterbottoms Blick auf die journalistische wie filmische Wirklichkeit keine endgültigen Wahrheiten bereithält, sondern vielmehr auch die Gefahr eines kreativen Scheiterns ausformuliert, macht aus „Die Augen des Engels“ ein gleichermaßen ehrliches wie unbequemes Experiment.


    www.cereality.net Kilian Kleinbauer: Leider verliert „Die Augen des Engels“ an Interesse, wenn er erst richtig interessant werden soll. Das liegt nicht nur am ungeschickten Einfädeln eines auktorialen „Charakters“, sondern ebenso an der verwirrenden, hektischen Inszenierung von Thomas’ Manie, die häufig in monotonen, drogeninduzierten Tagträumen ausgearbeitet wird.

    www.outnow.ch: Michael Winterbottom greift den skandalträchtigen Amanda-Knox-Fall auf eine Weise auf, die von der ersten Sekunde an langweilt und mit fortlaufender Filmdauer immer ärgerlicher wird. Der bedauernswerte Daniel Brühl in der Rolle von Winterbottoms Alter Ego hampelt von einer seltsamen Szene bis zur nächsten, und am Schluss weiss der Zuschauer gleich viel wie zuvor: nichts.


    Wertungen

    3.5 Sterne
    2 Bewertungen
    Jahr/Land 2015 / Großbritannien, Italien, Spanien
    Genre Drama
    Film-Verleih Concorde Filmverleih
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 102 Minuten
    Kinostart 21. Mai 2015