Die Überglücklichen

    Aus Film-Lexikon.de

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    Maria Beatrice Morandini Valdirana ist Gräfin und Quasselstrippe, die sich in der Welt der Schönen und Reichen bestens auskennt. Seitdem sie sich in einen Berufsverbrecher verliebt und der italienischen Justiz zahlreiche Gründe gegeben hat, sie unter Arrest zu stellen, ist von ihrer gesellschaftlichen Bedeutung nicht mehr viel übrig. Beatrice muss sich in der rustikalen Villa Biondi psychologischer Behandlung unterziehen.

    Als die junge Donatella, die außerhalb ihres eigenen Universums kaum anzutreffen ist, dort ebenfalls Patientin wird, nimmt Beatrice die gebrochene Frau unter ihre Fittiche. Beim Arbeitseinsatz in einer lokalen Gärtnerei ergibt sich eine seltene Gelegenheit, den goldenen Käfig zumindest kurzfristig zu verlassen: Beatrice und Donatella büchsen aus.

    Dicht gefolgt von einem Dutzend Psychologen jagen sie durch die Toskana und freunden sich bald an. Zwischen bipolaren Glücksschüben, manischer Zielstrebigkeit und zwanghafter Furchtlosigkeit verstehen sie einander besser als sonst jemand es könnte. Nichts weniger als das Glück wollen sie suchen bei ihrem Ausflug in dieses Freiluft- Irrenhaus, das man viel zu oft mit der Realität verwechselt.




    Filmstab

    Regie Paolo Virzì
    Drehbuch Francesca Archibugi, Paolo Virzì
    Kamera Vladan Radovic
    Schnitt Cecilia Zanuso
    Musik Carlo Virzì
    Produktion Marco Belardi

    Darsteller

    Beatrice Morandini Valdirana Valeria Bruni Tedeschi
    Donatella Morelli Micaela Ramazzotti
    Bob Messini Bob Messini
    Torrigiani Sergio Albelli
    Giorgio Lorenzini Tommaso Ragno
    Fiamma Zappa Valentina Carnelutti
    La Signora Morandini Valdirana Marisa Borini
    Luciana Morelli Anna Galiena

    Kritiken

    www.kritiken.de Bianca Piringer: Ein toskanischer Sommer, ein Roadmovie mit zwei Frauen, die das Leben genießen wollen: Aber wenn Beatrice (Valeria Bruni Tedeschi) und Donatella (Micaela Ramazzotti) im roten Cabrio davonbrausen, der großen Freiheit entgegen, wecken sie nicht nur Erinnerungen an „Thelma & Louise“. Sondern auch an den Bootsausflug in dem Psychiatrie-Klassiker „Einer flog aus dem Kuckucksnest“.

    www.critic.de Till Kadritzke: Eine Bipolare und eine Suizidale treffen sich in der Anstalt und fliehen. Paolo Virzìs Film riecht noch ziemlich nach Pitch und versucht uns trotzdem einen ganzen Infantizid zu erklären.

    www.kino-zeit.de Maria Wiesner: Was Virzì in seiner politischen Kritik gelingt, büßt er an Authentizität bei seinen Protagonistinnen ein. Beiden Frauenfiguren hätte ein weiblicher Blick über das Drehbuch gutgetan.


    Wertungen

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    Original La Pazza Gioia
    Jahr/Land 2016 / Italien, Frankreich
    Genre Tragikomödie
    Film-Verleih Neue Visionen
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 116 Minuten
    Kinostart 29. Dezember 2016