Desperate Measures

    Aus Film-Lexikon.de

    Polizist Frank Connor findet, was er nicht mehr für möglich gehalten hat: einen geeigneten Knochenmarkspender für die dringend benötigte Operation seines todkranken Kindes. Der Spender willigt ein, denn er wittert die letzte Möglichkeit, so aus dem Gefängnis fliehen zu können: Häftling Peter McCabe, ein hochintelligenter Massenmörder. McCabe hat nichts mehr zu verlieren - außer sein Leben. Was aber auch das Ende für Connors Sohn bedeuten würde, denn das Knochenmark eines Toten ist unbrauchbar. McCabes Flucht gelingt, der Mörder geht über Leichen, um die Freiheit wieder zu erlangen. Und er weiß: Connor bleibt nichts anderes übrig, als den Killer zu schützen. Eine blutige Jagd beginnt, bei der es keine zweite Chance gibt ...



    Filmstab

    Regie Barbet Schroeder
    Drehbuch David Klass
    Kamera Luciano Tovoli
    Schnitt Lee Percy
    Musik Trevor Jones
    Produktion Barbet Schroeder, Susan Hoffman, Gary Foster, Lee Rich für Mandalay Entertainment

    Darsteller

    Peter McCabe Michael Keaton
    Frank Connor Andy Garcia
    Jeremiah Cassidy Brian Cox
    Dr. Samantha Hawkins Marcia Gay Harden
    Nate Oliver Erik King
    Vargas Efrain Figueroa
    Matthew Connor Joseph Cross
    Sarah Davis Janel Maloney
    Ed Fayne Richard Riehle

    Kritiken

    Dirk Jasper: Barbet Schroeder ("Weiblich, ledig, jung sucht ...") inszenierte mit "Desperate Measures" einen nervenzerreißenden Action-Thriller, der unter die Haut geht.

    TV Movie 10/1998: Wer hätte gedacht, daß der smarte Michael Keaton unter seiner Feinripp-Unterwäsche derartig prachtvolle Muskelpakete versteckt! Doch seine wuchtige physische Präsenz macht aus ihm noch lange keinen glaubwürdigen Psycopathen. Keaton fehlt die diabolische Unberechenbarkeit, mit der zum Beispiel Anthony Hopkins als Hanibal Lecter in "Das Schweigen der Lämmer" überzeugen konnte. Immerhin - handwerklich ist der Film gediegen. Dafür bürgt die ausgefeilte Fotografie von Barbet Schroeders Leib-Kameramann Luciano Tovoli. Für einen Actionstreifen mag auch der Plot ganz tauglich sein. Eine Prise Humor und Sarkasmus hätten der Story allerdings nicht geschadet. Statt dessen bietet sie dumpfe Bierernst von der ersten bis zur letzten Minute. Schroeder sollte sich wieder auf seine wahre Qualität besinnen - und das sind die leisen Töne subtiler Bedrohung.

    TV Today 10/1998: eine clevere "Stirb langsam"-Variante mit makabren Widerhaken.