Der letzte Zug

    Aus Film-Lexikon.de

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    Kriegsjahr 1943. Die Nazis wollen Berlin endgültig „judenrein“ machen. Über 70.000 Juden wurden schon aus der Hauptstadt deportiert. Im April rollt von Gleis 17 im Bahnhof Grunewald ein Zug mit 688 Juden – zusammengepfercht in Viehwaggons – Richtung Auschwitz.

    Ob jung oder alt, Akademiker, Künstler oder Boxer, das spielt hier keine Rolle mehr. Die Reise in den Tod dauert sechs Tage. Ein Kampf gegen unerträgliche Hitze, Durst und Hunger beginnt. In ihrer großen Verzweiflung versuchen einige aus der rollenden Gefängnishölle auszubrechen, darunter auch das Ehepaar Henry und Lea Neumann (Gedeon Burkhard und Lale Yavas) sowie die junge Ruth Zilberman (Sibel Kekilli).

    Doch die Zeit drängt - und Auschwitz rückt immer näher ...



    Filmstab

    Regie Joseph Vilsmaier, Dana Vávrová
    Drehbuch Stephan Glantz
    Vorlage Story von Art Bernd
    Schnitt Uli Schön
    Musik Chris Heyne
    Produktion Artur Brauner für CCC Film

    Darsteller

    Henry Neumann Gedeon Burkhard
    Lea Neumann Lale Yavas
    Nina Neumann Lena Beyerling
    Dr. Friedlich Juraj Kukura
    Ruth Zilbermann Sibel Kekilli
    Albert Rosen Roman Roth
    Gabrielle Hellmann Brigitte Grothum
    Jakob Noschik Hans Jürgen Silbermann
    Crewes Ludwig Blochberger

    Kritiken

    Oliver Zimmermann (Rhein-Zeitung 9. November 2006): Während vergleichbare Werke entweder die Zeit vor der Deportation oder die Gräueltaten in Auschwitz selbst umreißen, steigt Joseph Vilsmaier mit seiner Kamera direkt in einen jener Todeszüge ein, der die Juden ihrem endgültigen Schicksal zuführte. Wie in einem Kammerspiel skizziert Joseph Vilsmaier die Verhältnisse in einem dieser Waggons. Nahezu ausschließlich ist seine Kamera auf das Innere des Abteils gerichtet.

    Dirk Jasper FilmLexikon: Joseph Vilsmaier („Schlafes Bruder“) und Dana Vávróvá („Der Bär ist los“) haben in ihrem Film "Der letzte Zug" die erschütternde Schicksalsreise von 688 Juden, die im April 1943 aus Berlin nach Auschwitz deportiert wurden, in eindringlichen Bildern und mit großer emotionaler Kraft festgehalten. Bewegende Momente der Hoffnung, der Verzweiflung, aber auch des Widerstandes machen den Film zu einem dramatischen Kinoerlebnis, das unter die Haut geht.


    Wertungen

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    Original -
    Jahr/Land 2006 / Deutschland
    Genre Drama
    Film-Verleih Concorde Filmverleih GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 123 Minuten
    Kinostart 09. November 2006