Der lange Weg nach Norden

    Aus Film-Lexikon.de



    Filmstab

    Regie Michele Placido

    Darsteller

    Kua Thywill A. K. Amenya
    Eleonora Pamela Villoresi
    Professor Gerardo Scala
    Nanou Jacqueline Williams
    Palombo Nicola di Pinto

    Kritiken

    Dirk Jasper: Michele Placido zeigt mit seinem sensiblen Regiedebüt ein großes Vermögen, sich in die Dinge einzufühlen: Er lädt die Zuschauer ein, sich mit Kua zu identifizieren, dem auf seiner Reise Rassismus, Haß und Gewalt begegnen. Die Stimmungen des Films untermauern Kuas Gemütszustand: Hoffnungsvoll beginnt er seine Suche im sonnigen Süditalien. Doch wird es auf seiner Fahrt nach Norden zunehmend kälter und trister; in Frankfurt, wo er deprimiert dem Tod seines Bruders ins Auge sehen muß, herrscht schließlich bitterster Winter. Placido, dessen Wunsch es schon immer war, die Geschichte eines Emigranten zu erzählen, hält seiner eigenen Kultur einen Spiegel vor und regt sie so zum Nachdenken an, liefert mit seinem Debüt einen Aufruf zu mehr Toleranz.