Der grosse Bagarozy

    Aus Film-Lexikon.de

    Ein Mann kommt zu einer Psychoanalytikerin und behauptet, ihm sei die längst verstorbene Operndiva Maria Callas erschienen. Die Psychiaterin hält ihn erst für einen weiteren hoffnungslosen Fall, muss aber schnell einsehen, dass der Mann nicht nur ihre Tricks durchschaut, sondern auch mehr über sie weiß als ihr lieb ist. Dass er zudem behauptet, der leibhaftige Teufel zu sein, macht den Fall nicht einfacher. Je länger die Therapie dauert, desto mehr fasziniert sie der Mann, der ihre geheimsten Wünsche zu erahnen scheint. So erliegt sie nach und nach seinem Charme, zumal ihr Ehemann für ihre Reize kein Auge mehr zu haben scheint. Aber je näher die Frau dem vorgeblichen Teufel kommen will, desto mehr entzieht er sich ihr. Manchmal scheint er ein grausames Spiel mit ihr zu treiben, manchmal wirkt er in seinem Wahn um die Callas gefangen. Am Ende geht es um die teuflische Frage, ob in der Liebe das zählt, was man weiß, oder das, was man glaubt. Und darum, ob der Teufel wirklich überall seine Hand im Spiel hat ...



    Filmstab

    Regie Bernd Eichinger
    Drehbuch Bernd Eichinger
    Vorlage Roman "Der große Bagazory" von Helmut Krausser
    Kamera Gernot Roll
    Schnitt Alexander Berner
    Musik Henning Lohner, Stephan Zacharias
    Produktion Bernd Eichinger für Constantin Film

    Darsteller

    Stanislaus Nagy Til Schweiger
    Cora Dulz Corinna Harfouch
    Robert Dulz Thomas Heinze
    Kommissarin Lioba Christine Neubauer
    Tamy Sonja Kerskes
    Patricia Patricia Lueger
    Maria Callas Neza Selbuz
    Tod Detlev Buck
    Frank Christof Wackernagel

    Kritiken

    TV Movie 1999-21: "Der große Bagarozy" ist ein kleines Meisterwerk. Geschickt verknüpft Eichinger zwei völlig verschiedene Storys: das Leben der Maria Callas und das abgedrehte Liebesspiel zwischen Psychologin und Patient. Witzige Dialoge und eine Top-Besetzung bis in die kleinste Nebenrolle (Detlev Buck als der Tod) - nur das Ende ist grausig verkitscht.

    Kultur Spiegel 1999-10: Diese übergeschnappte Erlösungsgeschichte hat der Großproduzent und spätberufene Regisseur Bernd Eichinger großväterlich augenzwinkernd umgesetzt. Til Schweiger spielt den Beelzebub mit dem diabolischen Charme, den man aus der Autowerbung kennt, Corinna Harfouch macht dazu Migränen-Miene.

    TV Today 1999-21: Lange hält der Film die Spannung zwischen Mystery und Komödie, zwischen Thriller und Märchen. Als er sich gegen Ende für die Groteske entscheidet, ist die anfängliche Faszination leider auch flöten.