Der fremde Sohn

    Aus Film-Lexikon.de

    Los Angeles 1928. An einem sonnigen Samstagmorgen verabschiedet sich Christine (Angelina Jolie) von ihrem neunjährigen Sohn Walter und geht zur Arbeit. Als sie wieder nach Hause kommt, erlebt sie einen Albtraum: Walter ist verschwunden. Die Suche der Polzei bleibt ergebnislos, bis man ihr nach fünf verzweifelten Monaten mitteilt, man habe ihren Sohn gefunden. Sie trifft sich mit den Beamten des Polzeidistrikts von Los Angeles am Bahnhof, wo die Zusammenführung stattfinden soll. Hier wimmelt es von Reportern, die der Polzeichef informiert hat. Die Polizei von Los Angeles hat nicht den besten Ruf. Hier sieht er die Möglichkeit der Öffentlichkeit ein anderes Bild zu zeigen. Doch der Junge am Bahnhof ist nicht ihr Sohn. Auch wenn er selbst es behauptet und die Polizei davon überzeugt ist.

    Man überredet sie, den Jungen mit nach Hause zu nehmen. Doch nach Tagen des Zusammenlebens wird immer klarer, dass es sich bei dem Jungen nicht um ihren Sohn Walter handelt.

    Mit ihrer Forderung, die Suche nach Walter nicht aufzugeben, gerät die alleinerziehende Mutter in die gefährlichen Mühlen einer korrupten und frauenfeindlichen Welt. Von der Polizei als unfähige Hysterikerin mit Wahnvorstellungen abgestempelt und von der Bevölkerung skeptisch beäugt, bekommt sie nur von dem engagierten Priester Briegleb (John Malkovich) echte Unterstützung.




    Filmstab

    Regie Clint Eastwood
    Drehbuch J. Michael Straczynski
    Vorlage basierend auf dem wahren Fall der „Wineville Chicken Murders“
    Kamera Tom Stern
    Schnitt Gary Roach, Joel Cox
    Musik Clint Eastwood
    Produktion Brian Grazer, Ron Howard, Robert Lorenz

    Darsteller

    Christine Collins Angelina Jolie
    Detective Lester Ybarra Michael Kelly
    Captain J.J. Jones Jeffrey Donovan
    Gordon Northcott Jason Butler Harner
    Arthur Devon Conti
    Sanford Clark Eddie Alderson
    Reverend Briegleb John Malkovich
    Polizeichef Anthony Giangrande

    Kritiken

    filmstarts.de: Es ist ein starkes Drama über Mutterliebe und Korruption. Am Einzelschicksal einer alleinerziehenden Mutter wird glaubhaft erläutert, welche mitunter absurden, aber deshalb nicht minder schrecklichen Folgen Korruption haben kann. Dank der großartigen Regie, den faszinierenden Bildern und den ausgezeichneten Darstellerleistungen gehört neue Clint Eastwood definitiv zu den sehenswertesten Filmen des Kinofrühjahrs.

    nordbayern.de: Keine Frage, Eastwood hat ein Händchen für mitreißende Filmstoffe. Diesmal erzählt er, nach einem wahren Fall, die aufwühlende Geschichte einer Kindesentführung im Los Angeles des Jahres 1928. ... Angelina Jolie ist bei ihm von der ersten Minute an eine Schmerzensmadonna. Immer wieder rückt er ihr reichlich statuarisch wirkendes Leidensgesicht in den Mittelpunkt. Als Zuschauer hofft man bis zuletzt inständig auf ein Happy End. Was man aber bekommt, ist ein Hollywood-Melodram, dem man eine bessere Hauptdarstellerin und einen mutigeren Regisseur gewünscht hätte.

    diepresse.com: Unglaublich an Clint Eastwoods epischem Krimidrama Der fremde Sohn ist ..., dass es ihm gelungen ist, eine bemerkenswerte schauspielerische Leistung aus Hauptdarstellerin Angelina Jolie herauszuholen.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2008 Beste Hauptdarstellerin Angelina Jolie
    nom 2008 Beste Kamera Tom Stern
    nom 2008 Bestes Szenenbild James J. Murakami (Art Direction), Gary Fettis (Set Decoration)


    Wertungen

    3.5 Sterne
    2 Bewertungen
    Original Changeling
    Jahr/Land 2008 / USA
    Genre Thriller
    Film-Verleih Universal Pictures International Germany GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 127 Minuten
    Kinostart 22. Januar 2009