Der Vulkan

    Aus Film-Lexikon.de

    Paris, Mitte der 30er Jahre: Fluchtpunkt für Exilanten aus dem Dritten Reich. In einer Atmosphäre von Hoffnung, Furcht, Liebe, Erotik, Kunst und Verrat tanzen die deutschen Flüchtlinge auf dem Vulkan. Unter ihnen sind Kommunisten, Anarchisten und Abenteurer, Gefährdete oder Verlorene wie Martin Korella, ein begabter Dichter mit homo-erotischer Neigung. Während Martin am Rauschgift zugrunde geht, kämpft seine idealistische Freundin, die Berliner Schauspielerin und Chansonette Mario von Kammer, agitierend und rezitierend gegen Hitler-Deutschland - ein lebensgefährliches Unterfangen, denn auch in Paris sind die Spitzel der Gestapo aktiv.



    Filmstab

    Regie Ottokar Runze
    Drehbuch Rebecca Hughes, Ursula Grützmacher-Tabori, Ottokar Runze
    Vorlage Roman "Der Vulkan" von Klaus Mann
    Kamera Michael Epp
    Schnitt Rebecca Runze
    Musik Dmitrj Schostakowitsch, Friedrich Holländer, Hanns Eisler, Bob Lenox
    Produktion Ottokar Runze, Antoine de Clermont-Tonnerre

    Darsteller

    Mutter Schwalbe Katharina Thalbach
    Marion von Kammer Nina Hoss
    Tilly von Kammer Meret Becker
    Martin Korella Christian Nickel
    Professor Benjamin Abel Udo Samel
    Hans Hollmann Sylvester Groth
    Walter Konradi Stefan Kurt
    Theo Hummel Rainer Strecker
    Marcel Adrien de Van
    Kikjou Boris Terral
    Frau von Kammer Heidemarie Rohweder
    Viola Elfriede Irrall

    Kritiken

    Dirk Jasper: Der Regisseur Ottokar Runze hat das einzigartige Panorama von Exil-Schicksalen mit beträchtlichem Aufwand erfolgreich verfilmt.

    TV Today 1999-22: Nina Hoss als Chansonsängerin und Christian Nickel als dubiosser Schwarzhändler sind die herausragenden Darsteller neben Stefan Kurt, Katharina Thalbach, Meret Becker u. a. Regisseur Ottokar Runze ("Hundert Jahre Brecht") verfilmte den gleichnamigen Roman von Klaus Mann ernsthaft und werkgetreu, verfällt aber ständig ins Dozieren. Sein Film ist einfach zu akademisch unnd zu starr, um zu fesseln. Trotz guter Ansätze: ein Film wie ein Stück Schulfernsehen.

    film-dienst 1999-21: Formal konventionelle Literaturverfilmung, die sehr authentisch das Zeitkolorit rekonstruiert und ihre politischen Botschaften nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger unterstreicht, sondern durch die überzeugend gestalteten und gespielten Charaktere vermittelt.


    Wertungen

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    Jahr/Land 1999 / Deutschland, Frankreich
    Genre Drama
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 103 Minuten
    Kinostart 21. Oktober 1999