Der Pferdeflüsterer

    Aus Film-Lexikon.de

    Ein Reitunfall bringt das geordnete New Yorker Leben der Familie MacLean aus dem Gleichgewicht. Die 14jährige Grace trägt schwere körperliche und seelische Wunden davon. Ebenso ihr Pferd Pilgrim, das abweisend, ja bösartig reagiert und - wie Grace - keinen Menschen an sich heranläßt. Doch Graces Mutter Anne weigert sich, Pilgrim töten zu lassen. Sie weiß, daß sein Leben und seine Genesung eng mit der ihrer Tochter zusammenhängen. Als Chefredakteurin einer renommierten Zeitschrift setzt sie alle Hebel in Bewegung, um den besten "Pferdeflüsterer" ausfindig zu machen - jemanden, der die verletzte Tierseele heilen kann. Sie stößt auf Tom Booker. Um den Einzelgänger zu treffen, begibt sie sich mit Grace und Pilgrim auf die weite Reise nach Montana. Was sie dort erleben, verändert nicht nur das Leben ihrer Tochter. Grace überwindet das traumatische Erlebnis und kann am Ende überglücklich ihren Pilgrim reiten. Das Zusammentreffen von Annie und Tom weckt bei beiden lange vergessene Emotionen und zwingt sie, ihr Leben von Grund auf zu überdenken. Für beide wird am Ende nichts mehr so sein, wie es vorher war.



    Filmstab

    Regie Robert Redford
    Drehbuch Eric Roth, Richard LaGravanese
    Vorlage Roman "Der Pferdeflüsterer" von Nicholas Evans
    Kamera Robert Richardson
    Schnitt Tom Rolf, Freeman Davis, Hank Corwin
    Musik Thomas Newman
    Produktion Robert Redford, Patrick Markey

    Darsteller

    Tom Booker Robert Redford
    Annie MacLean Kristin Scott Thomas
    Robert MacLean Sam Neill
    Diane Booker Dianne Wiest
    Grace MacLean Scarlett Johansson
    Frank Booker Chris Cooper
    Liz Hammond Cherry Jones
    Joe Booker Ty Hillman
    Judith Catherine Bosworth

    Kritiken

    Dirk Jasper: "Der Pferdeflüsterer" ist eine tief bewegende, einzigartige Geschichte über die wesentlichen Dinge des Lebens: über die Liebe zwischen Mann und Frau, Mutter und Tochter, Mensch und Tier, über das "Ankommen" bei sich selbst. Vor dem Hintergrund der atemberaubend weiten Landschaften von Amerikas Wildem Westen zeigt Robert Redford uns die heilende Kraft eines respektvollen Umgangs mit der Natur und den Menschen.

    film-dienst 19/1998: Ein Film von großer Bildschönheit und mit ausgezeichneten Darstellern, der in seiner filmischen Sympathieerklärung für eine literarische Soap Opera letztlich aber in gutgemeinten Ansätzen stecken bleibt.

    TV Movie 20/1998: Aus dem Kitschroman wurde ein klasse Film.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 1998 Bester Song Allison Moorer, Gwil Owen ("A Soft Place to Fall")