Der Einstein des Sex

    Aus Film-Lexikon.de

    "Der Einstein des Sex", so nannte die US-Presse den einst weltberühmten deutschen Sexual-Wissenschaftler Magnus Hirschfeld, den Vorkämpfer für ein liberaleres Sexual-Strefrecht und eine den Menschen verpflichtete Sexual-Forschung. In Kolberg als Sohn eines liberalen jüdischen Arztes geboren, wird Magnus zusammen mit dem geliebten Pflegebruder Richard eine sorgfältige und umfassende Ausbildung zuteil. Die Träume fliegen hoch, mindestens die Welt wollen die beiden verändern. Ob als Schriftsteller, Künstler oder Wissenschaftler, spielt dabei keine Rolle. Während des gemeinsamen Medizinstudiums zerbricht die Jugend-Freundschaft. Richard erliegt dem konservativen Einfluss der Hochschule, während Magnus immer stärker an dem zweifelt, was seine Kommilitonen so selbstverständlich mitschreiben. Zum Beispiel daran, dass Homosexualität krankhaft und unnatürlich sei ...



    Filmstab

    Regie Rosa von Praunheim
    Drehbuch Chris Kraus, Valentin Passoni
    Kamera Elfi Mikesch
    Schnitt Michael E. Shephard
    Musik Karl-Ernst Sasse
    Produktion Rosa von Praunheim

    Darsteller

    Polizeipräsident Wolfgang Völz
    Magnus Hirschfeld Kai Schuhmann
    Magnus Hirschfeld Friedel von Wangenheim
    Adolf Brand Ben Becker
    Professor Steinach Otto Sander
    Arbeiterin Meret Becker
    Gräfin Monika Hansen
    Baron von Teschenberg Gerd Lukas Storzer
    Karl Giese Olaf Drauschke
    Dorchen Tima die Göttliche

    Kritiken

    Kultur Spiegel 2000-03: Rascher Aufstieg und frühes Leid, politischer Furor und privates Desaster, erfreulich konventionell erzählt vor dem politischen Hintergrund der Weimarer Republik - ein filmisches Poesiealbum aufrechten Empfindens.

    Cinema 2000-03: Rosa von Praunheims Biografie eines schwulen Vorkämpfers - Kino, das auch für den Sexualkundeunterricht taugt.

    film-dienst 06/2000: Ein lobenswerter Versuch, der bisweilen ausgesprochen dilettantisch ausfällt. Immerhin wurde die Rolle des alternden Titelhelden erstaunlich kontrapunktisch erarbeitet, wodurch die naheliegende Heroisierung auf wohltuende Weise unterlaufen wird. Stattdessen vermittelt der Film, dass der Pionier der Toleranz nicht aus abstrakter Weltverbesserei heraus gelebt hat, sondern aus einem tiefverwurzelten höchst individuellem Humanismus.


    Wertungen

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    Original -
    Jahr/Land 2000 / Deutschland
    Genre Melodram
    Film-Verleih Ventura Film GmbH
    FSK ab 16 Jahre
    Laufzeit 102 Minuten
    Kinostart 09. März 2000