Der Anschlag (2001)

    Aus Film-Lexikon.de

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    Was würde passieren, wenn eine terroristische Vereinigung am neofaschistischen Rand in den Besitz eines nuklearen Sprengkopfes gelangt und plant, diesen beim US-Superbowl zu detonieren? Und damit nicht nur eine Massenhysterie auslösen will, sondern versucht, die Verantwortung für den Anschlag den Russen in die Schuhe zu schieben - um so die beiden ehemaligen Gegner USA und Russland in eine kriegerische Auseinandersetzung zu zwingen? Inmitten dieses erschreckenden Szenarios ist es an Russland-Experte Jack Ryan - erst seit einigen Monaten im Dienst der CIA - zwischen den verschiedenen Parteien zu vermitteln, ist er doch der Einzige, der den unvorhergesehen an die Macht gekommenen neuen russischen Präsidenten Nemerov einzuschätzen vermag.

    Damit er für seine neuen Aufgaben gerüstet ist, stellt CIA-Boss Cabot Ryan den erfahrenen Agenten Clark zur Seite, der den Neuling unter seine Fittiche nehmen soll. Die Kommunikationsdrähte zwischen Washington und Moskau glühen heiß, Präsident Fowler ist den verschiedenen Meinungen seiner Minister und Berater ausgesetzt, und Ryan muss mit Clarks Hilfe die Hintermänner des perfiden Planes ausfindig machen. Es beginnt ein erbarmungsloser Wettlauf mit der Zeit.



    Filmstab

    Regie Phil Alden Robinson
    Drehbuch Paul Attanasio, Daniel Pyne
    Vorlage nach dem Roman von Tom Clancy
    Kamera John Lindley, A.S.C.
    Schnitt Neil Travis, A.C.E.
    Musik Jerry Goldsmith
    Produktion Mace Neufeld

    Darsteller

    Dr. Cathy Muller Bridget Moynahan
    Präsident Fowler James Cromwell
    Jack Ryan Ben Affleck
    William Cabot Morgan Freeman
    John Clark Liev Schreiber
    Richard Dressler Alan Bates
    Verteidigungsminister Becker Philip Baker Hall
    Staatssekretär Owens Ron Rifkin
    Sicherheitsberater Revell Bruce McGill
    Präsident Nemerov Ciarán Hinds

    Kritiken

    film-dienst 2002-16: Eine terroristische Vereinigung plant, während des US-Superbowl eine nukleare Bombe zu zünden und die Schuld für diesen Anschlag den Russen in die Schuhe zu schieben, was ein unerfahrener CIA-Analyst verhindern will. Routinierter Actionfilm nach einem Besteller von Tom Clancy, der die Gutgläubigkeit des Publikums gelegentlich arg strapaziert und nur durch einige ironische Seitenhiebe gegen den nervösen Aktionismus der politischen Machthaber für sich einnimmt.

    Cinema 2002-08: Wie die meisten Romane des Jack-Ryan-Erfinders Tom Clancy ist auch das zu Grunde liegende Buch "Das Echo aller Furcht" von der Steinzeitparanoia des Kalten Krieges geprägt. So wirkt "Der Anschlag" auf den ersten Blick wie eine Neuauflage von Sidney Lumets "Angriffszeil Moskau" (1963), die mit dem Schock des 11. September verbundenen Terroranschläge aber machen ihn unversehens gegenwärtig.

    Rüdiger Rapke (TV-Movie) 2002-17: Okay, Ben Affleck ist (noch) kein zweiter Harrison Ford. Aber als CIA-Frischling, der über sich selbst hinaus wächst, überzeugt er allemal. Außerdem: Den Film braucht er nicht zu tragen - das übernimmt die starke Story. Nach den Bildern des 11. September 2001 sorgt sie für Beklemmung und Angstschweiß.