Dead or Alive (Action-Abenteuer, 2006)

    Aus Film-Lexikon.de

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    So unterschiedlich sie auch sein mögen, bereits am Vorabend des geheimen und illegalen Martial-Arts-Wettbewerbs namens "Dead or Alive" merken die gewiefte Wrestlerin Tina Armstrong (JAIME PRESSLY), die clevere Trickdiebin Christie Allen (Popsängerin HOLLY VALANCE in ihrer ersten Kinorolle) und die japanische Prinzessin Kasumi (DEVON AOKI), dass sie nur zusammen wirklich stark und effektiv sind.

    Kaum per Fallschirm aus einem Flugzeug über einer einsamen Insel irgendwo im südostasiatischen Meer gesprungen, müssen sie vor Sonnenuntergang eine steile Felswand mit einem Buddha-Kopf an der Spitze erklimmen. Falls sie dies nicht schaffen, werden sie das Turnier nicht erleben, wurde ihnen an Bord süffisant mitgeteilt. Also raufen sie sich zusammen, im Rücken die untergehende Sonnenscheibe, und erreichen mit allerhand akrobatischen Tricks völlig außer Atem die Spitze des Felsens.

    Die muskelbepackten Herren der Schöpfung haben es da leichter. Auf der exotischen Dschungelinsel versammelt sich nach und nach ganz gemütlich das Who-is-Who der Weltklasse-Athleten, die um den mit zehn Millionen Dollar ausgeschriebenen Preis konkurrieren. Unter den Teilnehmern sind der vorlaute Streetfighter Zack (gespielt vom ehemaligen Profi-Footballspieler BRIAN WHITE), der rabiate Schläger Bayman (Australiens „stärkster Mann“ DEREK BOYER), die blondierte Kampfmaschine Leon (Taekwondo-Champion SILVIO SIMAC) und der gutmütige Muskelprotz Bass (Profi-Wrestler KEVIN NASH), der nur teilnimmt, um seine Tochter Tina vom Sport abzubringen.

    Und schließlich taucht noch Christies ehemaliger Komplize und Lover Max (MATTHEW MARSDEN) auf, der sie in einem Hongkonger Nobelhotel fast der Polizei ausgeliefert hat. Max ist allerdings weniger am 10-Millionen-Dollar-Preisgeld interessiert, sondern an der mit 100 Millionen Dollar prall gefüllten geheimen Tresorkammer des DOA-Konzerns. Bald hat der smarte Max sogar der noch immer erzürnten Christie den Coup schmackhaft gemacht.

    Weniger ums Geld als vielmehr um die Familienehre geht es der sympathischen Extremsportlerin Helena Douglas (SARAH CARTER), Tochter des eigentlichen Initiators des Mega-Wettkampfs, der vor einem Jahr plötzlich ums Leben gekommen ist. Für Max und Christie entpuppt sich die mit rätselhaften asiatischen Schriftzeichen tätowierte Helena bald als lebendiger „Schlüssel“ zur Tresorkammer.

    Das Hirn des anscheinend nur mit menschlicher Muskelkraft ausgetragenen Knockout-Turniers ist der undurchsichtige Wissenschaftler Dr. Victor Donovan (ERIC ROBERTS), der sich zunächst als wahrer Gastgeber entpuppt, aber in seiner Video-Zentrale alle Personen und Zimmer genau überwacht. Donovans Assistent ist der gutmütige Computerfreak Weatherby (STEVE HOWEY), der insgeheim in Helena, die Tochter seines verstorbenen Arbeitgebers, verliebt ist.

    Während alle Athleten und Turniergäste in der Regel als Einzelkämpfer (oder wie Christie und Max zähneknirschend als „Team“) auf- und gegeneinander antreten, verfügt die zierliche Prinzessin Kasumi über einen eigenen Leibwächter: Der ihr treu ergebene Hayabusa (KANE KOSUGI) beschützt mit seinem Leben die eigensinnige Adelige, die auf die Insel gekommen ist, um die Wahrheit über ihren Bruder Hayate (COLLIN CHOU) herauszufinden, der seit dem letzten „Dead or Alive“-Turnier als verschollen gilt.

    Seit sie die Schwelle ihres Palastes übertreten hat, ist Kasumi für ihren Familienclan allerdings eine tote Person. Den ungeliebten Killerauftrag hat die Palastwächterin Ayane (NATASSIA MALTHE) zu erledigen, die Kasumi heimlich auf die Insel gefolgt ist.

    Nach den ersten Wettkämpfen, in denen unter anderem Tina gegen ihren Vater Bass siegreich antritt und – quasi nebenbei – dem frechen Streetfighter Zack einen gehörigen Denkzettel verpasst, kristallisieren sich Tina, Christie und Kasumi als knallharte Favoritinnen heraus. Doch die drei Kämpferinnen sowie Helena, die leider der stärkeren Christie unterlegen ist, werden sich trotz aller sportlichen Gegnerschaft immer sympathischer.

    Das harte, aber herzliche Turnier nimmt eine fatale Wendung, als Hayabusa, der über den Verbleib von Kasumis Bruder Nachforschungen anstellt, verschwindet. Bald darauf tauchen sogar Tina, Christie und Kasumi nicht mehr auf. Und als Helena und ihr schüchterner Verehrer Weatherby von männlichen und weiblichen Ninja-Kriegern angegriffen werden, wird klar, wer hinter den Anschlägen steckt: Victor Donovan!

    Der skrupellose Wissenschaftler brachte nicht nur seinen Chef, Helenas Vater, ums Leben, weil dieser vor einer Brutalisierung des Turniers gewarnt hatte, sondern entführte auch Kasumis Bruder Hayate, um an ihm seine neue Wunderwaffe auszuprobieren. Mit einer Art Cyber-Brille ist Dr. Donovan in der Lage, die Körperbewegungen und Kampfschritte seiner unfreiwillig mit Nanobots gespickten Gegner vorherzusagen. Das „Dead or Alive“-Turnier fungiert in Wahrheit als ein Experiment mit menschlichen Versuchskaninchen, um potenzielle Käufer auf der ganzen Welt für die neue ultimative Waffe zu begeistern.

    Während Donovan gegen den geschwächten Hayate einen unfairen Kampf bestreitet, versuchen die knapp mit dem Leben davongekommenen Liebenden Helena und Weatherby, ihre in elektronischen Kammern gefangengehaltenen Kameraden Tina, Christie, Kasumi und Hayabusa zu befreien. Doch dann wird plötzlich der Selbstzerstörungsmechanismus der Anlage aktiviert ...



    Filmstab

    Regie Corey Yuen
    Drehbuch J. F. Lawton, Adam Gross, Seth Gross
    Kamera Venus Keung, Chan Chi Ying
    Schnitt Eddie Hamilton
    Musik Junkie XL
    Produktion Bernd Eichinger, Robert Kulzer, Mark A. Altman, Paul W.S. Anderson, Jeremy Bolt

    Darsteller

    Tina Armstrong Jaime Pressly
    Christie Allen Holly Valance
    Helena Douglas Sarah Carter
    Prinzessin Kasumi Devon Aoki
    Ryu Hayabusa Kane Kosugi
    Ayane Natassia Malthe
    Max Matthew Marsden
    Dr. Donovan Eric Roberts
    Weatherby Steve Howey
    Zack Brian White
    Bass Kevin Nash
    Hayate Collin Chou
    Bayman Derek Boyer
    Leon Silvio Simac

    Kritiken

    Dirk Jasper: Seit zehn Jahren ist Dead or Alive® mit über sechs Millionen verkaufter Spiele eines der erfolgreichsten Videospiele der Welt mit einer millionenfachen Fangemeinde. Jetzt hat es Regie-Ikone Cory Yuen, der mit The Transporter ebenfalls ein Millionenpublikum weltweit begeistern konnte, für das Kino in Szene gesetzt. Wie kein anderer beherrscht Yuen alle Szenarien des Filmemachens und der Kampfkunst. In Dead or Alive schafft es Yuen, die Vorgaben der Spielserie meisterlich mit innovativen Kampfkunstszenen zu vereinen und somit seine umwerfenden Damen brillant aussehen zu lassen. Neben den sexy Hauptdarstellerinnen Jaime Pressly (Nicht noch ein Teenie-Film!), Devon Aoki (Sin City) und Sarah Carter (Final Destination 2) ist auch erstmals Popmusikerin Holly Valance auf der Leinwand zu sehen. Als männliche Protagonisten sind neben Matthew Marsden (Black Hawk Down) und Eric Roberts (National Security) bekannte Kampfsportgrößen wie Brian White, Derek Boyer, Silvio Simac oder Kevin Nash mit von der Partie.