Das Tribunal

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    Deutschland, Dezember 1944. Col. William McNamara lebt seit Monaten in einem Gefangenenlager der Nazis. Dem unmenschlichen Regime des deutschen Kommandanten Werner Visser zum Trotz gelingt es dem Amerikaner, unter seinen gefangenen Landsleuten den Überlebenswillen, ja sogar so etwas wie Zuversicht aufrechtzuerhalten. Als zwei schwarze Piloten in das Gefangenenlager überstellt werden, bricht offener Rassismus bei einigen der GIs aus. Tage später ist einer der beiden Flieger tot - die Schuld daran trägt Vic Bedford, der die beiden Schwarzen stets besonders stark attackiert hatte. Der Mord bringt McNamara auf eine verwegene Idee. Zusammen mit 35 Männern plant er den Ausbruch. Doch es kann nur funktionieren, wenn der junge Lt. Thomas Hart, ein Jurastudent, seine Rolle in diesem Täuschungsmanöver spielt, dessen Regisseur McNamara ist. Das Problem dabei: Hart darf davon nichts wissen ...



    Filmstab

    Regie Gregory Hoblit
    Drehbuch Billy Ray, Terry George
    Vorlage Basierend auf dem Roman von John Katzenbach
    Kamera Alar Kivilo
    Schnitt David Rosenbloom, A.C.E.
    Musik Rachel Portman
    Produktion David Ladd, David Foster, Gregory Hoblit, Arnold Rifkin

    Darsteller

    Capt. R.G. Sisk Sam Jaeger
    Col. William A. McNamara Bruce Willis
    Lt. Thomas W. Hart Colin Farrell
    Lt. Lincoln A. Scott Terrence Howard
    Staff Sgt. Vic W. Bedford Cole Hauser
    Col. Werner Visser Marcel Iures
    Capt. Peter A. Ross Linus Roache
    Lt. Lamar T. Archer Vicellous Reon Shannon
    Pfc. Dennis A. Gerber Maury Sterling
    Cpl. Joe S. Cromin Scott Michael Campbell
    Sgt. Carl S. Webb Rory Cochrane

    Kritiken

    Björn Ahrens (TV-Movie) 2002-12: In der Welle von Kriegsfilmen; die derzeit aus Hollywood über uns hereinbricht, wirkt "Das Tribunal" wohltuend altmodisch. Statt donnernder Action setzt Regisseur Gregory Hoblit auf die Faszination der ungewöhnlichen Story und sorgfältig gezeichneten Charaktere. Nur das allzu pathetische Ende trübt den Eindruck ein wenig.

    Kultur Spiegel 2002-06: Nach einem rassistischen Vorfall in den eigenen Reihen stellen amerikanische Gefangene in einem deutschen Lager einen schwarzen Offizier vors Kriegsgericht. Die Frage, wie die U.S. Army im Zweiten Weltkrieg mit ihren schwarzen Soldaten umgegangen ist, geht dabei vorzeitig im genretypischen Heldengetümmel verloren.

    Cinema 2002-06: Die Schlusspointe funktioniert wie ein Weckruf, mindert aber nicht den Eindruck, dass Gregory Hoblit einen lahmen Propagandafilm über die Rechtschaffenheit tapferer US-Boys gedreht hat. Amerikanische Moralsauce mit Nazi-Garnitur.