Das Leben der Anderen

    Aus Film-Lexikon.de

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    Ost-Berlin, November 1984. Fünf Jahre vor seinem Ende sichert der DDR-Staat seinen Machtanspruch mit einem erbarmungslosen System aus Kontrolle und Überwachung. Als Oberstleutnant Anton Grubitz den linientreuen Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler auf den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreyman und seine Lebensgefährtin, den Theaterstar Christa-Maria Sieland, ansetzt, verspricht er sich davon einen Karriereschub.

    Immerhin stehen höchste politische Kreise hinter dem „operativen Vorgang“. Womit er nicht gerechnet hat: Das intime Eindringen in die Welt der Observierten verändert auch den Spitzel. Das Eintauchen in "das Leben der Anderen" – in Liebe, Literatur, freies Denken und Reden – macht Wiesler die Armseligkeit seines eigenen Daseins bewusst und eröffnet ihm eine nie gekannte Welt, der er sich immer weniger entziehen kann.

    Doch das System ist nicht mehr zu stoppen – ein gefährliches Spiel beginnt, das die Liebe zwischen Dreyman und Christa-Maria Sieland in den Abgrund reißt und Wieslers bisherige Existenz vernichtet. Bis die Mauer fällt, haben alle einen hohen Preis gezahlt. Danach beginnt eine andere Welt.



    Filmstab

    Regie Florian Henckel von Donnersmarck
    Drehbuch Florian Henckel von Donnersmarck
    Kamera Hagen Bogdanski
    Schnitt Patricia Rommel
    Musik Gabriel Yared

    Darsteller

    Christa-Maria Sieland Martina Gedeck
    Hauptmann Gerd Wiesler Ulrich Mühe
    Georg Dreyman Sebastian Koch
    Oberstleutnant Anton Grubitz Ulrich Tukur
    Minister Bruno Hempf Thomas Thieme
    Paul Hauser Hans-Uwe Bauer
    Albert Jerska Volkmar Kleinert
    Karl Wallner Matthias Brenner
    Häftling 227 Bastian Trost
    Udo Charly Hübner
    Gregor Hessenstein Herbert Knaup
    Frau Meineke Marie Gruber
    Unterleutnant Axel Stigler Hinnerk Schönemann
    Nowack Thomas Arnold

    Kritiken

    film-dienst 6/2006: Der höchst eindringlich inszenierte Film analysiert über die Einzelschicksale hinaus die Mechanik eines Unrechtssystems und beschreibt distanziert dessen Funktionsweise. Herausragend gespielt, leistet er einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    Oscar.jpg 2006 Bester fremdsprachiger Film


    Wertungen

    4.5 Sterne
    6 Bewertungen
    Jahr/Land 2005 / Deutschland
    Genre Drama
    Film-Verleih Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 127 Minuten
    Kinostart 23. März 2006