Darwins Alptraum

    Aus Film-Lexikon.de

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    Irgendwann in den sechziger Jahren wurde eine fremde Fischart in den Viktoriasee in Ostafrika eingesetzt – es war ein kleines wissenschaftliches Experiment.

    Der Nilbarsch, ein hungriges Raubtier. Dieses hat es innerhalb von drei Jahrzehnten geschafft, fast den gesamten Bestand der ehemals 400 Fischarten auszurotten. Unternommen wurde dagegen jedoch nichts, denn bis heute sind die weißen Filets des Nilbarsches ein weltweiter Exportschlager.

    An den Ufern des größten tropischen Sees der Welt landen jeden Abend riesige Frachtflugzeuge, um am nächsten Morgen wieder in die Industrieländer des Nordens zu starten, beladen mit hunderten Tonnen frischer Fischfilets. In Richtung Süden jedoch ist eine andere Ladung an Bord: Waffen. Für die unzählbaren Kriege im dunklen Herzen des Kontinents.

    Dieser florierende globale Handel von Kriegsmaterial und Lebensmitteln hat an den Ufern des größten tropischen Sees der Welt eine seltsame Stimmung und Menschenmischung erzeugt, welche die "Darsteller" dieses Films repräsentieren.

    Wie einheimische Fischer, Agenten der Weltbank, heimatlose Straßenkinder, afrikanische Minister, EU-Kommissare, tansanische Prostituierte, russische Piloten ...



    Filmstab

    Regie Hubert Sauper
    Drehbuch Hubert Sauper
    Kamera Hubert Sauper
    Schnitt Denise Vindevogel
    Produktion Edouard Mauriat, Antonin Svoboda, Martin Gschlacht, Barbara Albert, Hubert Toint, Hubert Sauper

    Kritiken

    film-dienst 6/2005: Der Film zeigt diese Konsequenzen mit schonungsloser Offenheit und beschreibt differenziert die komplizierte Zusammenhänge zwischen so unterschiedlichen Dingen wie dem Fischfang, AIDS und Waffenschiebereien. Dabei entsteht ein Bild von erschreckender Düsternis.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2005 Bester Dokumentarfilm Hubert Sauper


    Wertungen

    0 Sterne
    0 Bewertungen
    Original Darwin's Nightmare
    Jahr/Land 2004 / Frankreich, Österreich, Belgien
    Genre Dokumentarfilm
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 111 Minuten
    Kinostart 17. März 2005