Dark Water - Dunkle Wasser

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    Dahlia Williams will nach der Trennung von ihrem Ehemann Kyle zusammen mit ihrer fünfjährigen Tochter Cecilia ein neues Leben beginnen. Dabei soll ihr ein neuer Job und eine neue Wohnung – auf Roosevelt Island, einer kleinen Insel im East River vor Manhattan – helfen.

    Doch leider ist die Wohnung im neunten Stock nicht nur sehr heruntergekommen und beengend, sondern entpuppt sich nach und nach als schreckliche Falle. Vor allem ein mysteriöser dunkler Wasserfleck an der Schlafzimmerdecke wirkt auf Dahlias angeschlagene Psyche immer bedrohlicher.

    Seltsame Geräusche aus der Wohnung über ihr, ein undurchsichtiger und wenig hilfreicher Hausmeister, ein geschwätziger Wohnungsvermittler und überhaupt die gesamte, sehr bedrückende Aura des Hochhauses lassen Dahlia immer tiefer in eine gefährliche Paranoia abdriften.

    Oder spielt Dahlias Phantasie ihr nur einen üblen Streich? Egal, was es auch ist, Dahlia lässt sich nicht aufhalten, um hinter die rätselhaften Geschehnisse zu kommen. Und als sie auch noch befürchten muss, dass ihre Tochter von den dunklen Kräften bedroht wird, eskaliert die Situation lebensgefährlich ...



    Filmstab

    Regie Walter Salles
    Drehbuch Rafael Yglesias
    Vorlage Roman "Honogurai Mizuno Soko Kara" von Koji Suzuki / Film "Dark Water" von Hideo Nakata
    Kamera Affonso Beato
    Schnitt Daniel Rezende
    Musik Angelo Badalamenti
    Produktion Doug Davison, Roy Lee, Bill Mechanic

    Darsteller

    Dahlia Jennifer Connelly
    Mr. Murray John C. Reilly
    Jeff Platzer Tim Roth
    Kyle Dougray Scott
    Veeck Pete Postlethwaite
    Lehrer Camryn Manheim
    Ceci Ariel Gade
    Natasha / junge Dahlia Perla Haney-Jardine
    Lehrer der jungen Dahlia Debra Monk
    Mediator Linda Emond

    Kritiken

    Dirk Jasper: Unter der Regie des brasilianischen Filmemachers Walter Salles (Die Reise des jungen Che - Motorcycle Diaries, Central Station) hat der japanische Horror-Klassiker Dark Water – Dunkle Wasser von Hideo Nakata – der mit den Kinohits "Ring 1" und "Ring 2" das Horror-Genre weltweit revitalisierte - eine aufregend neue, westliche Prägung bekommen. Die Horror-Elemente des Originals wurden von Walter Salles subtil zu einem Psycho-Thriller verfeinert. Regenverhangene Bilder, düstere Farben und stimmungsvolle Musik schaffen eine traumatische Atmosphäre, in die man unaufhaltsam hineingesogen wird. Hochkarätig besetzt, u. a. mit der Oscar-Preisträgerin Jennifer Connelly in der Hauptrolle, markiert dieser außerordentliche Film (Drehbuch: Rafael Yglesias; From Hell, "Der Tod und das Mädchen") nicht nur Walter Salles' Hollywood-Debüt, sondern offeriert dem Zuschauer auch eine weitere, sehr moderne Lesart des Originals und öffnet Dark Water – Dunkle Wasser damit auch einem Zuschauerkreis jenseits des Horror-Genres.

    Oliver Zimmermann (Rhein-Zeitung 22. September 2005): Dark Water ist ein stimmungsvoller Gruselthriller, der auf atmosphärische Bilder, eine hintergründige Story und weniger auf Schockelemente Wert legt. Mit Oscar-Preisträgerin Jennifer Conelly, Tim Roth und Pete Postlethwaite ist er vortrefflich besetzt. Nicht zu vergessen ist auch der ewige Nebendarsteller John C. Reilly (Chicago), der als Makler einen glänzenden Gastauftritt hat. Die schäbige Wohnung preist er an wie ein Fünf-Sterne-Hotel. Dies ist einer der großartigsten Momente des Films und für die Geschichte bedeutsamer als das schwarzbraune Wasser, das von der Decke tropft.

    film-dienst 19/2005: Ein Horrorfilm alter Schule, der seine Effekte aus unverfänglichen Situationen ableitet, die sich allmählich zu einem Gespinst böser Vorahnungen verdichten. Hervorragende Darsteller unterstützen den weitgehend gelungenen Versuch der Amerikanisierung einer japanischen Vorlage ("Dark Water", 2001, von Hideo Nakata).


    Wertungen

    2.7 Sterne
    3 Bewertungen
    Original Dark Water
    Jahr/Land 2005 / USA
    Genre Psychothriller
    Film-Verleih Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
    FSK ab 16 Jahre
    Laufzeit 105 Minuten
    Kinostart 22. September 2005