Dann ist nichts mehr wie vorher

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    Filmstab

    Regie Gerd Roman Frosch
    Drehbuch Edeltraud Rabitzer, Gerd Roman Frosch
    Kamera Jürgen Jürges
    Musik Lutz Köhler
    Produktion Olga Film / Bayerischer Rundfunk

    Darsteller

    Norbert Kalka Zacharias Preen
    Gabriele Matern Barbara Rudnik
    Hilde Kalka Karin Baal
    Gary Heinz Hönig
    Bernie Christoph M. Ohrt
    Mörder Bernd Vollbrecht
    Klaus Gerhard Theisen
    Harry Shaun Lawton
    Walter Alich
    Thilo von Armin
    Irene Bergmann
    Edgar Danin
    Jochen Gliscinski
    Brigitte Janner
    Hans Nitschke
    Alfred Pape
    Bernd Riedel
    Wolfgang Steinberg

    Kritiken

    Süddeutsche Zeitung: Der 18jährige Norbert fühlt sich von seinem tristen Alltag angeödet und flieht in Kinoträume. Als er Zeuge bei der Verhaftung eines Mörders wird, sieht er in ihm die Verkörperung eines Kinohelden. Auch die Liebe zu einer Frau erlebt er "wie im Film". Aber die Welt der Illusionen bricht grausam auseinander. Der erste Kinofilm des gelernten Juristen und Schauspielers Gerd Roman Frosch ist der letzte Beitrag in der Reihe von sieben Erstlingsfilmen, die im Bayerischen Fernsehen zwischen Juli und September zu sehen sind. Der Regisseur versucht bewußt, die Leere im Leben des jungen Norbert und seine Fixierung auf Kinomythen mit kargen Szenen und an Kinomustern orientierten Dialogen und Bildern wiederzugeben. Sein Hauptdarsteller ist der junge Zacharias Preen als einsamer, cooler Großstadtjunge, der nach seinem tristen Arbeitstag in schwarze Lederkleidung schlüpft, um auf seinen nächtlichen Streifzügen Kinohelden zu imitieren. Der Film "Dann ist nichts mehr wie vorher" wurde auf einige internationale Filmfestivals, u. a. nach Toronto, Barcelona und Hongkong, eingeladen.

    FAZ: Es wachsen ohne Unterlaß neue Kräfte nach ... ein Gerd Frosch zum (letzten) Beispiel, seines Zeichens Schauspieler, der sich mit seinem Erstling gleich an die Grenze des im Kino, durch Kino zu Vermittelnden wagt. Frosch und seine Mitautorin Edeltraud Rabitzer stellen in den Angelpunkt ihres Films. Dann ist nichts mehr wie vorher" einen jungen Mann, dessen Erlebnisfähigkeit so abgestorben ist, daß er seine Umgebung, die Menschen wie die Dinge, nur noch als Folie wahrnimmt: als wäre dies alles ein Film - was es, auf der zweiten Ebene der Vermittlung, ja nun tatsächlich auch ist.

    Abendzeitung München: karg, lakonisch, in alptraumhaft stilisierten Seelen- und Großstadt-Bildern und einer Kunst-Sprache, entliehen aus der Kino-Traumwelt des jungen Antihelden Norbert.