Cruising

    Aus Film-Lexikon.de

    In New York geht ein offenbar sadistisch veranlagter Mörder um, der auf bestialische Weise ausschließlich Homosexuelle aus der Sado-Maso-Szene umbringt. Das letzte Opfer ist ein junger Universitätsprofessor, der heimlich in diesen Kreisen verkehrte. Durch dessen Ähnlichkeit mit dem Kriminalbeamten Steve Burns kommt Polizei-Captain Edelstein schließlich auf eine ungewöhnliche Idee: Steve soll als Lockvogel in das Milieu eingeschleust werden. Wenig später mietet sich der Polizist im Schwulenviertel ein und sucht nachts die bekannten Treffpunkte der Leder-Szene auf. Seine Freundin Nancy ahnt nichts von diesem Einsatz, bei dem sich Steve wochenlang im Untergrund herumtreiben muß.

    Zwangsläufig entfremden sich die beiden. Steve freundet sich mit seinem Wohnungsnachbarn an, dem jungen Schriftsteller Ted Bailey, dessen unbeschwerte Natürlichkeit so gar nicht zu der latent gewalttätigen Atmosphäre der Leder-Szene paßt. Bald gibt es in Skip Lee einen Verdächtigen, den Steve in ein Hotel lockt. Doch bevor er noch sicher sein kann, daß es sich bei Skip tatsächlich um den Mörder handelt, dringt die Polizei in das Zimmer ein und nimmt ihn auf brutalste Weise in die Mangel.

    Kurz darauf stellt sich heraus, daß er unschuldig ist. Aber Steve hat noch einen weiteren Verdächtigen: Stuart Richards, der einmal zu den Studenten des ermordeten Professors gehörte. Überzeugt, nun den richtigen Mann gefunden zu haben, vereinbart Steve mit Stuart ein nächtliches Treffen im Park ...

    © Fred König



    Filmstab

    Regie William Friedkin
    Drehbuch William Friedkin
    Vorlage Roman "Cruising" von Gerald Walker
    Musik Jack Nitzsche

    Darsteller

    Steve Burns Al Pacino
    Captain Edelstein Paul Sorvino
    Nancy Karen Allen
    Stuart Richards Richard Cox
    Ted Bailey Don Scardino
    Di Simone Joe Spinell
    Skip Lee Jay Acovone
    Dr. Rifkin Barton Heyman
    Da Vinci Gene Davis

    Kritiken

    Kölner Stadt-Anzeiger: Ein spannungsreicher, wenn auch voyeuristischer Krimi.

    Cinema: Der für seinen unerbittlichen Perfektionismus bekannte Regisseur hat mehr als nur eine Milieubeschreibung von einmaliger Detailtreue und Authentizität abgeliefert; die 'Cruising'-Story lebt vordergründig von einem Polizisten-Psychogramm, das in dieser desillusionierten Qualität seit Jahren nicht auf dem Markt war.