Collateral

    Aus Film-Lexikon.de

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    Max arbeitet als Taxifahrer in den Straßen von Los Angeles. Ganz klar, dass man dort einiges erlebt, aber einen Killer hat er bisher noch nicht befördert. Umso dramatischer, als sich sein nächtlicher Fahrgast Vincent, als solcher zu Erkennen gibt und ihn zwingt, mit ihm einen mörderischen Auftrag zu erledigen:

    5 Kronzeugen, die in einem Prozess gegen die Mafia aussagen, sollen in dieser Nacht beseitigt werden. Und Max spielt dabei den Chauffeur. Verzweifelt sucht er nach einem Ausweg, die Taten zu verhindern. Aber er muss sich beeilen: Denn Vincent hat ihn und seine Opfer genau im Visier ...



    Filmstab

    Regie Michael Mann
    Drehbuch Stuart Beattie
    Kamera Dion Beebe, Paul Cameron
    Schnitt Jim Miller, Paul Rubell
    Musik James Newton Howard
    Produktion Michael Mann, Julie Richardson

    Darsteller

    Annie Jada Pinkett Smith
    Vincent Tom Cruise
    Max Jamie Foxx
    Fanning Mark Ruffalo
    Daniel Barry "Shabaka" Henley
    Felix Javier Bardem
    Pedrosa Bruce McGill
    Ida Irma P. Hall

    Kritiken

    Dirk Jasper: "Collateral" ist ein einziges Finale – atemberaubendes Psychoduell und packender Actionthriller zugleich – der durch Manns Besessenheit fürs Detail zu wahrer Größe wächst. Meist begrenzt auf das Innere des Taxi wird diese Nacht in L. A. zum Spielplatz einer faszinierenden Tour de Force. Neben Tom Cruise und Jamie Foxx spielen Jada Pinkett Smith (“Matrix Reloaded”, “Matrix Revolutions”) und Mark Ruffalo („30 über Nacht“) die Hauptrollen in Michael Manns intensivem und außerordentlichem Thriller.

    Nina Jerzy (Rhein-Zeitung 24. September 2004): Auch dieses Mal hat Michael Mann der Instinkt nicht im Stich gelassen. Tom Cruise erweckt den Killer mit eiskalter Präzision zum Leben und Jamie Foxx, der bereits im Boxer-Biopic "Ali" für Michael Mann vor der Kamera stand, bildet in seinem Wechsel zwischen Todesangst und Überlebenswillen den perfekten Gegenpol. Die Gesprächssequenzen in der klaustrophobischen Enge des Taxis sind die stärksten Szenen von "Collateral". In ihnen wirken Charaktere und Handlung in elementarster und damit eindrücklichster Weise. Leider kippt der Thriller gegen Ende unnötigerweise in einen arg konstruiert wirkenden Aktionismus um, welcher der psychologischen Glaubwürdigkeit und stilistischen Konsistenz des Films absolut kein Dienst erweisen. So bleibt am Ende der etwas schale Nachgeschmack zurück, dass Michael Mann sich selbst um einen würdigen Nachfolger seines Meisterwerks "Heat" gebracht hat.

    film-dienst 19/2004: Spannender, dicht inszenierter und intensiv gespielter Thriller, der die Konfrontation zweier Männer, die miteinander in Zwangsabhängigkeit verbunden sind, mit Fragen nach dem Sinn des Daseins und der Möglichkeit eines intensiveren Lebens jenseits normaler Angestelltenexistenz verknüpft. Virtuos spielt der Film mit dem Licht und kreiert präzise, zugleich lyrische Bilder, die vieles nur andeuten und doch oft mehr zeigen, als man sieht.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2004 Bester Nebendarsteller Jamie Foxx
    nom 2004 Bester Schnitt Jim Miller, Paul Rubell


    Wertungen

    4.7 Sterne
    3 Bewertungen
    Jahr/Land 2003 / USA
    Genre Action-Thriller
    Film-Verleih Universal Pictures International Germany GmbH
    FSK ab 16 Jahre
    Laufzeit 120 Minuten
    Kinostart 23. September 2004