Claudia Cardinale

    Aus Film-Lexikon.de

    italienische Filmschauspielerin; * 15. April 1939 in Tunis (Tunesien)

    eigentlich: Claude Joséphine Rose Cardin;

    Neben Sophia Loren und Gina Lollobrigida zählt Claudia Cardinale zu den herausragenden italienischen Schauspielerinnen der 1960er Jahre.

    1957 gewann Claudia Cardinale in Tunis einen Schönheitswettbewerb. Als Preis erhielt sie eine Reise zu den Filmfestspielen in Venedig, wo sie große Aufmerksamkeit erregte. Sie ging nach Rom und besuchte dort das "Centro Sperimentale de Cinematografia". Noch im selben Jahr wurde sie von dem italienischen Filmproduzenten Franco Cristaldi, ihrem späteren Ehemann, entdeckt.

    Schon kurze Zeit später gab sie an der Seite von Omar Sharif in "Goha" (1958) ihr Filmdebüt. Danach spielte sie in weiteren kleineren Rollen, bis sie 1962 mit dem Film "Hörig" ("Senilita") den Durchbruch schaffte. 1964 gelang ihr dann mit der Rolle als Toni Alfredo in dem US-amerikanischen Film "Circus-Welt" ("Circus World") auch der internationale Erfolg.

    Claudia Cardinale spielte in vielen Meisterwerken der Filmgeschichte, darunter Viscontis Historienfilm "Der Leopard" ("Il gattopardo", 1963, nach dem Roman von Tomasi de Lampedusa) oder auch Sergio Leones Westernklassiker "Spiel mir das Lied vom Tod" ("C'era una volta il west "), in dem sie eine Hauptrolle spielte. 1982 drehte sie an der Seite von Klaus Kinski unter der Regie von Werner Herzog "Fitzcarraldo".

    2002 erhielt sie den Goldenen Bären der Berlinale für ihr Lebenswerk.


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