Claude Sautet

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    französischer Regisseur; * 23. Februar 1924 in Montrouge; † 22. Juli 2000 in Paris

    Sautet studierte zunächst Malerei und Bildhauerei, bevor er die Filmhochschule besuchte. In der Film-Branche begann er als Drehbuchautor und Regie-Assistent, bis er bei dem Spielfilm "Der Panther wird gehetzt" (1960) zum ersten Mal selbst Regie führte. Die Geschichte des Abel Davos, der das Doppelleben eines treusorgenden Familienvaters und eines zum Tode verurteilten Gangsters auf der Flucht führt, zählt zu den wichtigsten französischen Gangsterfilmen Ende der 1950er Jahre.

    Internationale Anerkennung verschaffte sich Sautet mit "Die Dinge des Lebens" (1970) mit Romy Schneider und Michel Piccoli in den Hauptrollen. Mit diesen Schauspielern arbeitete er auch in "Das Mädchen und der Kommissar" (1971) zusammen, wo ein Kommissar eine Frau dazu benutzt, einer Gangsterbande eine Falle zu stellen, und sich dabei in die Frau verliebt.

    Sautet drehte zunächst schwarze Kriminalfilme; in späteren Filmen stand eine Mischung aus Melodramatik und Realität im Vordergrund. Dabei machen die Protagonisten in der Mitte ihres Lebens eine Krise durch und versuchen ihr Leben neu zu ordnen, wobei sie Sicherheiten und Gewohnheiten aufgeben müssen. Sautet nutzte dabei die einfachen Mittel und verzichtete auf Effekte.


    Filmografie - Regisseur