Chiko

    Aus Film-Lexikon.de

    Chiko will ganz nach oben, um sein Bedürfnis nach Anerkennung, Respekt und Macht zu stillen. Und das geht nur über den Big Boss des Drogenmilieus seiner Heimatstadt Hamburg, Brownie. Zusammen mit seinem Freund Tibet will er sich bei Brownie Aufmerksamkeit verschaffen. Chiko schafft es auch tatsächlich, den Gangsterboss mit seinem Mut zu beeindrucken, so dass dieser ihm eine Chance gibt.

    Als aber Tibet Brownie beim Drogen-Dealen hintergeht, will der nichts mehr mit ihm zu tun haben. Es kommt zu einer Zerreißprobe für Chiko: Er steht zwischen der Loyalität zu seinem Freund und seinem Willen, es ganz nach oben zu schaffen. Doch dann merkt Chiko, dass ihm das Wasser bis zum Halse steht.



    Filmstab

    Regie Özgür Yildirim
    Drehbuch Özgür Y?ld?r?m
    Kamera Matthias Bolliger
    Schnitt Sebastian Thümler
    Musik Darko Krezic
    Produktion Fatih Akin, Klaus Maeck

    Darsteller

    Chiko Denis Moschitto
    Brownie Moritz Bleibtreu
    Tibet Dennis Özcan
    Curly Fahri Ogün Yardim
    Scholle Philipp Baltus

    Kritiken

    kino.de: Klar und ohne Schnörkel inszeniert, ist "Chiko" harte Milieustudie und packende Action zugleich. Pate stand Fatih Akin ("Auf der anderen Seite", "Kurz und Schmerzlos"), der den Film auch produzierte. Denis Moschitto (aus "Kebab Connection") glänzt als Chiko und auch Volkan Özcan überzeugt in seinem Leinwanddebüt. Als sein bester Freund Tibet verleiht er dem Film Authentizität bis zur Schmerzgrenze. Und Top-Star Moritz Bleibtreu brilliert in der Schlüsselrolle des Big Boss Brownie.

    filmstarts.de: Hier fehlt, vor allem bezüglich des Hauptcharakters, schlichtweg die Grundmotivation für das Handeln, was für einen Film dieser Kategorie nicht nur bedauerlich, sondern auch ein wenig ärgerlich ist. Denn „Chiko“ verbaut sich somit den Großteil eines emotionalen Zugangs zu seinen Figuren ... ohne diesen grundlegenden Fehler in der Charakterzeichnung hätten wir es hier sicherlich mit einem sehr viel besseren Film zu tun.

    critic.de: Chiko ist ein Stück deutscher Gangsta-Rap; die Darstellung sowohl des „Ghettos“ wie des Traums vom Aufstieg inklusive der dazugehörigen Statussymbole entsprechen der Ästhetik und dem Wertesystem eines Bushido-Songs.