Can-Can / Ganz Paris träumt von der Liebe

    Aus Film-Lexikon.de

    Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wird der vielgeliebte Can-Can-Tanz immer wieder argwöhnisch auf seine moralische Gefährlichkeit untersucht. Schließlich soll er sogar verboten werden. Der Vorsitzende des Polizeiausschusses, Richter Paul Barriere, würde zwar gerne ein Auge zudrücken, da er den Can-Can recht gerne sieht. Doch für seinen jungen, ehrgeizigen Kollegen Philippe Forrestier steht fest, daß dieser Tanz nur die niedrigsten Instinkte weckt. Forrestier schickt deshalb die Polizei in die Can-Can-Hochburg 'Le Bal du Paradis', die der reizenden Simone gehört. Mit Trillerpfeifen und Handschellen wird dem 'schändlichen Treiben' ein Ende bereitet.

    Unter den Gästen sind auch Paul Barriere und sein Freund, Rechtsanwalt François Dournais - beide entgehen nur knapp einer Festnahme. Forrestier tut sich jedoch mit einer Anklage schwer: Er findet keine Zeugen, die Unmoralisches gesehen haben wollen. Also versucht er es am nächsten Abend erneut mit einer Razzia. Unerkannt mischt er sich vorher unter die Gäste und kommt mit Simone ins Gespräch. Sie erzählt ihm, daß sie heute ungestört tanzen wird, denn die Polizei sei bestochen worden. Kurz darauf stürmen die Polizisten ins Lokal und nehmen die Tänzerinnen fest. Trotzdem kommen sich Simone und Forrestier näher, sie wollen sogar heiraten. Doch Forrestier wird klar, daß das seine Karriere beenden würde.

    Er trennt sich von Simone, die sich nun wieder an ihren alten Freund und Anwalt François Dournais erinnert. Der jedoch wird wenig später bei einer erneuten Can-Can-Vorführung verhaftet. Man klagt ihn an, doch Richter Paul Barriere sagt zu seinen Gunsten aus. François wird schließlich freigesprochen. Simone begreift inzwischen, daß die Affäre mit Forrestier wirklich nur eine Affäre war - und daß sie in Wirklichkeit nur François liebt ...

    © Fred König



    Filmstab

    Regie Walter Lang
    Drehbuch Dorothy Kingsley, Charles Lederer
    Vorlage Musical "Can Can" von Cole Porter / Theaterstück von Abe Burrows
    Kamera Williams H. Daniels
    Schnitt Robert Simpson
    Musik Nelson Riddle, Cole Porter
    Produktion Jack Cummings, Saul Chaplin für Suffolk

    Darsteller

    François Dournais Frank Sinatra
    Simone Pistacho Shirley MacLaine
    Paul Barriere Maurice Chevalier
    Philippe Forrestier Louis Jourdan
    Claudine Juliet Prowse
    Oberkellner André Marcel Dalio
    Richter Merceaux Jean Del Val
    Gerichtsvollzieher Nestor Baiva
    Kapellmeister Leon Belasco

    Kritiken

    Dirk Jasper: Dieses beschwingte, frech-charmante Musical ist voller Temperament und Raffinement, Übermut und Lebensfreude, verschwenderisch gemacht und atemberaubend gut gespielt.

    Lexikon des internationalen Films: Das überlange Spiel wird durch teure Ausstattung und prominente Darsteller ansehnlich, ohne den rechten Schwung zu bekommen. Künstlerische Einfälle beweist vor allem der Choreograf Hermes Pan.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 1960 Beste Filmmusik Nelson Riddle
    nom 1960 Bestes Kostümdesign Irene Sharaff