Caipiranha

    Aus Film-Lexikon.de

    Der reich gewordene Ex-Baggerfahrer Horst Wolters lebt mit seiner Frau Karin und den drei Kindern Sabine, Frank und Judith in einem Einfamilienhaus am Rand einer Großstadt. Seit zehn Jahren pflegen sie eine nachbarschaftliche "Freundschaft" mit den Grabowskis. Jürgen Grabowski hat zwar studiert, ist aber seit einiger Zeit arbeitslos. Der soziale Unterschied ist an beiden Häusern und an der Größe der Gartenzwerge nicht zu übersehen. Grabowski führt mit seiner Frau Monika und seinen Kindern Karsten und Stefan ein zwar spießiges, aber doch harmonisches Leben. Am Abend des zehnjährigen Nachbarschaftsjubiliäums feiern Wolters und Grabowskis eine Party, bei der sich die Erwachsenen wegen einer lächerlichen Kleinigkeit in die Haare kriegen. Dabei geht gerade Wolters im angetrunkenen Zustand nicht zimperlich mit Worten um. Man sollte denken, am nächsten Tag sei alles vergessen. Doch Jürgen Grabowski ist in seinem Stolz verletzt und vernagelt morgens das Gartentor, das das Grundstück der Grabowskis mit dem der Wolters verbindet. Die Freundschaft ist damit beendet, und ein veritabler Nachbarschaftskrieg bricht aus, bei dem sich die Streithähne mit allen erdenklichen Gemeinheiten bekämpfen. Je größer aber der Streit der Eltern wird, desto näher kommen sich die beiden ältesten Kinder, Sabine und Karsten. Ihre Liebe halten sie den Eltern gegenüber geheim, was ihnen jedoch nicht lange gelingt. Als Sabine dann auch noch schwanger wird, ist die Katastrophe perfekt und macht auch vor der Hochzeit nicht halt ...



    Filmstab

    Regie Felix Dünnemann
    Drehbuch Holger Karsten Schmidt
    Kamera Axel Sand
    Schnitt Connie Strecker
    Produktion Rikolt von Gagern für Tele München

    Darsteller

    Monika Grabowski Katharina Thalbach
    Horst Wolters Rainer Basedow
    Karin Wolters Christine Kaufmann
    Jürgen Grabowski Thierry Van Werveke
    Sabine Wolters Jasmin Gerat
    Karsten Grabowski Marc Richter
    Frank Wolters Frank Giering
    Judith Wolters Antonia Reß
    Stefan Grabowski Tim Wohlfarth
    Torsten Ralf Bauer

    Kritiken

    TV Today 14/1998: Streckenweise wirklich witzig, doch allzuoft fehlt der Mut zur richtigen Boshaftigkeit.

    film-dienst 15/1998: Eine allenfalls den bescheidenen Ansprüchen einer Vorabendserie genügende Fernsehproduktion, deren Dilettantismus auf allen filmischen Ebenen überdeutlich zu Rage tritt. Für jeden halbwegs intelligenten Kinoliebhaber eine Beleidigung.

    Cinema 07/1998: Saubere Gläser, dann klappt's auch mit den Nachbarn? I wo. Hier bekriegen sich zwei Sippen, daß die Reihenhäuser wackeln - nur der Spaß bleibt vorm Gartenzaun.