Café Society

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    Die schillernde Existenz von Bobbys Bronx-Familie ist eine funkelnde Liebeserklärung an die Filmstars, Salonlöwen, Playboys, Debütantinnen, Politiker und Gangster, die das überbordende Lebensgefühl und den Glamour jener Ära verkörperten.

    Bobbys Familie besteht aus den stets gnadenlos zerstrittenen Eltern Rose (Jeannie Berlin) und Marty (Ken Stott), seinem lässig amoralischen Gangster-Bruder Ben (Corey Stoll), seiner gutherzigen Lehrerin-Schwester Evelyn (Sari Lennick) und ihrem vergeistigten Mann Leonard (Stephen Kunken).

    Der auf Krawall gebürstete Ben löst jedes Problem mit Gewalt, während die übrigen sehr viel reflektierter mit den Problemen umgehen, indem sie über Recht und Unrecht, Leben und Tod und die kommerziellen Aspekte der Religion diskutieren.

    Bobby wünscht sich jedoch mehr vom Leben und flieht aus dem Juweliergeschäft seines Vaters nach Hollywood, wo er für seinen Onkel, den mächtigen Agenten Phil (Steve Carell), arbeitet. Schnell verliebt er sich in Phils charmante Assistentin Vonnie (Kristen Stewart), die bereits einen Freund hat, sodass die beiden „nur“ gute Freunde werden. Freunde findet Bobby auch in Rad (Parker Posey), die eine Modellagentur betreibt, und ihrem Mann, dem wohlhabenden Produzenten Steve (Paul Schneider).

    Als Vonnies Freund sich von ihr trennt, springt Bobby in die Lücke und bemüht sich um sie – schließlich gibt sie seinem Werben nach. Er macht ihr einen Antrag und will mir ihr nach New York ziehen. Sie findet das Angebot zwar verlockend – doch es läuft nicht alles so glatt wie geplant.




    Filmstab

    Regie Woody Allen
    Drehbuch Woody Allen
    Kamera Vittorio Storaro
    Schnitt Alisa Lepselter
    Produktion Letty Aronson, Stephen Tenenbaum, Edward Walson

    Darsteller

    Bobby Jesse Eisenberg
    Vonnie Kristen Stewart
    Phil Steve Carell
    Veronica Blake Lively
    Rad Parker Posey
    Ben Dorfman Corey Stoll
    Marty Dorfman Ken Stott
    Candy Anna Camp
    Rose Jeannie Berlin

    Kritiken

    www.filmstarts.de Carsten Baumgardt: Woody Allens betörend fotografierte Liebes-Tragikomödie „Café Society“ glänzt mit starken Dialogen, süffisanter Ironie und guten Schauspielern.

    www.moviebreak.de Patrick Reinbott: In seinem Spätwerk werden die Filme von Woody Allen ja gerne mal in qualitativ hervorstechende oder seichtere Arbeiten unterteilt. Nach dem wirklich sehr guten "Irrational Man" fällt "Café Society" nun leider wieder unter die Kategorie der seichteren Filme, denn trotz der bezaubernden Bilder von Vittorio Storaro, einem lockeren Erzählfluss und einigen gelungenen Einzelmomenten will der Funke nie so richtig überspringen, was sicherlich an der zu simplen Geschichte und einem Hauptcharakter liegt, dem Jesse Eisenberg nicht immer den gewohnten Charme der typischen Allen-Hauptfiguren verleihen kann.

    www.critic.de Michael Kienzl: Manchmal ist das ganz witzig, oft beschleicht einen aber das Gefühl, dass in der Routine zwar auch großes Potenzial stecken könnte, aber manchmal eben nur Routine steckt. Man muss Allen nicht an seinen frühen Arbeiten aus dem alten Jahrtausend messen, um festzustellen, dass Café Society nichts richtig falsch macht, aber doch eine gewisse Müdigkeit ausstrahlt.


    Wertungen

    3.7 Sterne
    3 Bewertungen
    Jahr/Land 2016 / USA
    Genre Liebeskomödie
    Film-Verleih Warner Bros.
    Laufzeit 96 Minuten
    Kinostart 10. November 2016