Brass on fire

    Aus Film-Lexikon.de

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    Henry aus dem Osten Deutschlands hat einen Traum. Er will mit einer rumänischen Zigeuner-Blaskapelle den Westen erobern. Die 12-köpfige Band Fanfare Ciocarlia stammt aus dem Dorf "Zece Prajini", hinter den Karpaten. Dort leben etwa 80 Roma Familien und weil es aus allen Häusern tönt, scheppert und musiziert, nennt man "Zece Prajini" (dt. Zehn Felder) ein Musikdorf. Fanfare Ciocarlia vollbringt das Wunder und erobert mit der rasanten Mischung aus Tanzmusik und Folklore die Welt. Sie füllen Konzerthallen, Bühnen und Straßen von Frankfurt, San Remo, Mailand und Tokio. Eine märchenhafte Erfolgsgeschichte einer Band, die nie die eigene Herkunft vergisst. Immer wieder kehren sie zu ihren Familien ins Dorf zurück und bauen die erste Zigeunerkirche Rumäniens. "Zece Prajini" findet man auf keiner Landkarte. Es gibt dort nur einen Schlammweg und keinen Bahnhof. Wer es finden will, muss an der richtigen Stelle vom Zug abspringen.



    Filmstab

    Regie Ralf Marschalleck
    Drehbuch Ralf Marschalleck
    Kamera Lars Barthel, Judith Kaufmann, Christian Maletzke, Markus Winterbauer
    Schnitt Ralf Marschalleck, Angela Wendt, Joachim Tschirner
    Produktion Ralf Marschalleck

    Kritiken

    film-dienst 2002-19: Dokumentarfilm über die rumänische Kapelle "Fanfare Ciocarlia", die aus einem entlegenen Dorf stammt, von einem Sachsen entdeckt wurde und weltweiten Erfolg feiert. Im Ton eines Märchens erzählt, liefert der Film einen eher assoziativen Bilderbogen vom Dorf mit seiner kargen Lebensweise und von der im krassen Widerspruch dazu stehenden Welt der Konzertbühnen. Dabei bleiben, bei allem Unterhaltungswert, die Musiker im Hintergrund, deren Lieder zudem meist nur kurz angespielt werden.

    Cinema 2002-10: Die Entdeckung der Band Fanfare Ciocârlia klingt wie ein modernes Märchen: Da reisen zwei Deutsche durch die rumänische Pampa und entdecken zufällig ein Roma-Dorf, in dem es aus jeder Tür munter trötet und scheppert. Heute bringt die Blechbläsertruppe aus eben diesem Kaff weltweit Konzertsäle zum Toben. Die muntere Musik-Doku beleuchtet nicht nur die Erfolgsstory der zwölf temperamentvollen Künstler, sondern auch den Alltag der Roma.

    (TV-Today) 2002-20: Dieser Musikfilm versprüht die reine Lebenslust.


    Wertungen

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    Original -
    Jahr/Land 2002 / Deutschland
    Genre Dokumentarfilm
    Film-Verleih Ventura Film GmbH
    Laufzeit 103 Minuten
    Kinostart 19. September 2002