Bin ich sexy?

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    Mareike lebt mit ihrer allein erziehenden Mutter Jutta, ihren Geschwistern und einigen Hühnern in einem Vorort von Mannheim. Nach dem Tod von Juttas Mann ist die Stimmung zuhause angespannt – er fehlt einfach an jeder Ecke. Als Kaufhausdetektivin verdient Jutta nicht besonders gut, da sind Mareikes ehrgeizige Pläne, Model zu werden und eine teure Schulung mitzumachen, ein Problem – aber kein Grund für das Power-Girl, seine Träume einfach aufzugeben. Sie arbeitet hart und lässt sich einiges einfallen, um ihre Ziele zu erreichen.

    Mareikes Lebensfreude und Zuversicht bekommen einen noch größeren Schub, als sie Samir kennenlernt, der auf dem Wochenmarkt arbeitet. Um ihren Schwarm zu beeindrucken und seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, belegt sie einen Bauchtanzkurs.

    Doch dann passiert etwas, was Mareike beinahe völlig aus der Bahn wirft und sie und ihre Familie auf eine harte Probe stellt ...



    Filmstab

    Regie Katinka Feistl
    Drehbuch Sabine Brodersen
    Kamera Daniela Knapp
    Schnitt Tina Freitag, Doreen Krambeer
    Musik Eike Hosenfeld, Moritz Denis
    Produktion Martin Bach, Annette Köster

    Darsteller

    Mareike Falken Marie Luise Schramm
    Jutta Falken Birge Schade
    Winnie Marczewski Andreas Schmidt
    Franca Falken, Mareikes Schwester Johanna Fritz
    Timi Falken, Mareikes Bruder Ismail Streit
    Christina Schneider, Juttas Schwester Isabel Hindersin
    Basma, Mareikes Freundin Faria Nada
    Jessica, Mareikes Schulkameradin Judith Hellebronth
    Dr. Baumgard, Mareikes Arzt Michael Heinsohn
    Samir, Mareikes Schwarm Ahmet Olgun

    Kritiken

    Dirk Jasper: Bin ich sexy? ist eine Geschichte vom Staub Abklopfen und wieder Aufstehen, eine Geschichte darüber, dass es manchmal die schmerzhaften Erfahrungen sind, die einem zeigen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Ein Film, der Mut machen soll, sich stärker auf das Leben einzulassen, als der nächste Spiegel widergibt.

    Nadine Emmerich (Rhein-Zeitung 23. Juni 2005): Die 20-jährige Marie-Luise Schramm, die für ihre Rolle in der Kategorie Schauspiel mit dem 'Förderpreis Deutscher Film Preis' ausgezeichnet wurde, stellt Mareike als zickig, aber liebenswert dar. Überzeugend bringt sie die Verzweiflung der 15-jährigen rüber, die unter dem Spott ihrer Familie und dem mangelnden Interesse Samirs leidet. "Ich hasse mich, weil mich keiner will", sagt Mareike. Regisseurin Katinka Feistl konzentriert sich in der turbulenten Familiengeschichte ohne viel Schnickschnack vor allem auf die Inszenierung der Gefühle der Hauptdarsteller - und macht dies mit viel Humor, aber auch Tiefsinn.

    film-dienst 14/2005: Berührender, sozial und psychologisch genauer Familienfilm, der komische und tragische Szenen geschickt bündelt und durch seine herausragende Hauptdarstellerin besticht. Einige dramaturgische Wendungen und der harmoniesüchtige Schluss schmälern das Vergnügen nur gering.


    Wertungen

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    Original -
    Jahr/Land 2004 / Deutschland
    Genre Drama
    Film-Verleih Arsenal/Central
    Laufzeit 89 Minuten
    Kinostart 23. Juni 2005