Big Fish

    Aus Film-Lexikon.de

    Seit drei Jahren ist Will Bloom nun schon mit seinem Vater Edward zerstritten. Doch jetzt liegt der alte Herr im Sterben und sein Sohn unternimmt einen letzten Versuch, sich mit ihm zu versöhnen. Er will endlich herausfinden, wer Edward Bloom wirklich ist. Denn zeitlebens hat er nur fantastische Lügengeschichten über sich und sein Leben erzählt. Glaubt man Edward Bloom, hat der als junger Mann gemeinsam mit einem Riesen seine Heimatstadt verlassen, in einem magischen Wald gegen mordlüsterne Fabelwesen gekämpft, die perfekte Stadt gefunden und umgehen wieder verlassen, mit Werwölfen im Zirkus gelebt, seine geliebte Ehefrau Sandra mit 10.000 Narzissen betört, den Zweiten Weltkrieg quasi im Alleingang gewonnen, eine komplette Nacht auf dem Grund eines Sees verbracht und noch viele andere, schier unglaubliche Wunderdinge erlebt.

    Edward Bloom war ein Held, ein Abenteurer, ein Genie - sein eigener Mythos. Doch er war nie ein richtiger Vater.

    Sein Sohn Will rekapituliert nun all diese bizarren Geschichten, will unbedingt Spuren von Realität in den Lügenkonstrukten entdecken - nur, um schließlich zu erkennen, dass man sich mit solchen Lappalien wie der Wirklichkeit gar nicht aufzuhalten braucht, wenn man einen Mann wie Edward Bloom kennen, begreifen und lieben will.



    Filmstab

    Regie Tim Burton
    Drehbuch John August
    Vorlage Daniel Wallace
    Kamera Philippe Rousselot
    Schnitt Chris Lebenzon
    Musik Danny Elfman
    Produktion Bruce Cohen, Dan Jinks, Richard D. Zanuck

    Darsteller

    Josephine Marion Cotillard
    Edward Bloom, jung Ewan McGregor
    Edward Bloom, alt Albert Finney
    William Bloom Billy Crudup
    Sandra Bloom, alt Jessica Lange
    Jenny, die Hexe Helena Bonham Carter
    Sandra Bloom, jung Alison Lohman
    Dr. Bennett Robert Guillaume
    Karl der Riese Matthew McGrory
    Norther Winslow Steve Buscemi
    Amos Calloway Danny DeVito

    Kritiken

    Film-Dienst (7/2004): Die schwelgerisch erzählte, höchst unterhaltsame Schelmengeschichte verdichtet sich unter der grandiosen Bildregie zu einer Hommage ans Geschichtenerzählen und ans Kino, wobei sich Mythen, Münchhausiaden und Wirklichkeit zu einer stimmigen Einheit verbinden.

    TV Spielfilm: Es ist [Tim Burtons] bislang reifster, geschlossenster Film, dessen grenzenloser Optimismus die Grufti-Fraktion unter den Burton-Fans verblüffen wird. … Visuell angesiedelt zwischen den expressiven Bildkompositionen eines Terry Gilliam und der surrealen Doppelbödigkeit eines David Lynch, liefert Burton einen berauschend sinnlichen Fantasy-Reigen über das Kind im Mann, die Liebe zwischen Vater und Sohn und die Kunst des Erzählens.

    Olaf Schneekloth, TV Today: Ganz zauberhaft. Ein großes Märchen.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2003 Beste Filmmusik Danny Elfman


    Wertungen

    4 Sterne
    1 Bewertungen
    Jahr/Land 2003 / USA
    Genre Tragikomödie
    Film-Verleih Sony Pictures Releasing GmbH
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 125 Minuten
    Kinostart 08. April 2004