Berlin is in Germany

    Aus Film-Lexikon.de

    Nach 11 Jahren Haft wird der ehemalige DDR-Bürger Martin Schulz aus dem Gefängnis Brandenburg entlassen. Personalausweis, Führerschein, Geldbörse - Martins alte DDR-Habe taugt gerade noch zum Papierfliegerbasteln. Draußen wartet eine Welt, die Martin nur aus dem Fernsehen kennt. Das Neue ist da, das Alte noch nicht ganz verschwunden. Ein billiges Hotelzimmer, Kreativ-Workshops bei der Bewährungshelferin, jede Menge Papierkram und der damals sehnsüchtig begehrte Reisepass: Neugierig, zäh, charmant und couragiert beginnt Martin, sich die neue Welt zu eigen zu machen. Am wichtigsten sind ihm seine Exfrau Manuela und sein Sohn Rokko, den er nie gesehen hat. Gemeinsam mit einem alten Freund macht sich Martin auf die Suche nach einer ordentlichen Anstellung. Der Taxischein scheint schließlich die erhoffte Perspektive zu bieten. Als bei der Taxiprüfung bürokratische Schwierigkeiten auftauchen, scheint Martins Traum geplatzt. Prompt beginnt ihn seine Knast-Vergangenheit wieder einzuholen. In Manuela und Rokko sieht Martin die letzte Chance, auf die Beine zu kommen - doch die will ihm Wolfgang, Manuelas neuer Verlobter, mit aller Macht verbauen.



    Filmstab

    Regie Hannes Stöhr
    Drehbuch Hannes Stöhr
    Kamera Florian Hoffmeister
    Schnitt Anne Fabini
    Produktion Gudrun Ruzickovà-Steiner

    Darsteller

    Martin Schulz Jörg Schüttauf
    Manuela Schulz Julia Jäger
    Rokko Schulz Robin Becker
    Peter Pau Tom Jahn
    Ludmila Edita Malovcic
    Wolfgang Riedel Robert Loehr
    Victor Valentin Valentin Platareanu
    Enrique Cortés Oscar Martìnez

    Kritiken

    Spiegel Online: Star der sensiblen, zärtlichen Geschichte ist zweifellos Jörg Schüttauf, der agiert, als kenne er Martin sein ganzes Leben lang. Seinen Charme, seine Courage, sein durch nichts zu erschütterndes Weltvertrauen wirkt wie Balsam. Den Rest besorgen die klugen Details, die so authentisch und fast vergessen sind. Das Publikum liebt diese Geschichte.

    Berliner Zeitung: Jörg Schüttauf spielt mit einer proletarischen Wucht und Verletzlichkeit, wie man es sonst nur aus dem englischen Kino kennt. So schwingt sich der Film durch viele Gemütslagen, er ist komisch und traurig, sentimental, dokumentarisch und märchenhaft.

    Zitty: Jörg Schüttaufs Part ist genial.